SpOn 24.07.2026
12:21 Uhr

Jürgen Klopp und der DFB: Eine Million an Red Bull und Länderspiele in Leipzig


Der Deutsche Fußball-Bund hat Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer verpflichtet. Bisher war er für Red Bull tätig. Der Getränkekonzern erhält für die Freigabe nun ungewöhnliche Zuwendungen.

Jürgen Klopp und der DFB: Eine Million an Red Bull und Länderspiele in Leipzig

Der Deutsche Fußball-Bund zahlt Red Bull eine Million Euro für die Freigabe von Jürgen Klopp. Das Geld gehe an die Red-Bull-Stiftung Wings for Life, wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf mitteilte. Klopp war bis zuletzt »Head of Global Soccer« bei dem Getränkekonzern; er durfte seinen noch laufenden Vertrag auflösen, um die A-Nationalmannschaft zu übernehmen.

Neben der Millionenzahlung verpflichtete sich der DFB als Teil des Deals mit Red Bull zudem, bis ins Jahr 2030 drei Männer-Länderspiele in Leipzig zu bestreiten. Dort ist der von Red Bull gegründete und gesponserte Bundesligist RB Leipzig beheimatet. Beide Maßnahmen sind in der DFB-Geschichte ungewöhnlich.

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Seit Januar 2025 war Klopp für Red Bull tätig. Wie genau seine Rolle bei dem Getränkekonzern aussah, war in der Öffentlichkeit nie ganz klar. Er war laut übereinstimmenden Medienberichten an verschiedenen Trainerentlassungen beteiligt, zuletzt in Leipzig. Ole Werner musste trotz Platz drei in der Bundesliga gehen. Berichte aus den Vormonaten, Red Bull wäre froh, Klopp loszuwerden, wurden vom Konzern dementiert. Auch Klopp selbst hat das als »Unsinn« bezeichnet.

Neuendorf unterstrich, dass es mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff sehr konstruktive Gespräche gegeben habe. Dabei sei auch schnell klar geworden, dass es unmöglich sei, als Bundestrainer zu arbeiten und nebenher noch bei Red Bull angestellt zu sein.

Alles sei schon »relativ kompliziert gewesen, auch das Thema mit Red Bull« sagte DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke. Man habe die Verträge, sagte Klopp selbst, »vernünftig aufgelöst«.

Mintzlaff sagte laut einer RB-Mitteilung, dass ihnen die Entscheidung nicht leicht gefallen sei. Man habe sich dann aber entschieden, Klopp zu unterstützen. Dieser habe für den Fußball bei Red Bull einen »wertvollen Beitrag« geleistet und die Philosophie des Konzerns »nachhaltig geprägt«. RB gab noch keinen Nachfolger bekannt.

ast/dpa