SpOn 09.03.2026
22:59 Uhr

Manuel Hagel: Landespartei stärkt CDU-Chef nach Wahlniederlage den Rücken


Baden-Württembergs CDU-Chef Manuel Hagel hat seinen Rücktritt angeboten. Die Partei stärkt ihm jedoch den Rücken. Er soll für die Landespartei alle Gespräche führen.

Manuel Hagel: Landespartei stärkt CDU-Chef nach Wahlniederlage den Rücken

Manuel Hagel, CDU-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, bleibt ein Rücktritt erspart. Diesen hatte Hagel nach seiner Wahlniederlage angeboten. Die Partei habe sein Angebot jedoch klar und einstimmig abgelehnt, sagte Landesgeneralsekretär Tobias Vogt. Führung heiße immer auch Verantwortung, sagte Vogt. Hagel werde die CDU in allen Gesprächen anführen.

Grüne und CDU bei Mandaten gleichauf

Bei der Wahl am Sonntag hatten die Grünen mit 30,2 Prozent knapp Platz eins vor der CDU mit 29,7 Prozent erreicht. Im neuen Landtag kommen aber beide Fraktionen auf jeweils 56 Mandate. Die SPD war auf 5,5 Prozent abgesackt. Eine Fortführung der Koalition aus Grünen und CDU ist derzeit die einzig realistische Regierungsoption.

Die CDU wirft den Grünen jedoch eine »Schmutzkampagne« im Wahlkampf vor. Hagel war wegen zweier Videos in die Kritik geraten . In einem Video aus dem Jahr 2018 schwärmte der damals 29-jährige Hagel von einer Schülerin und ihren »rehbraunen Augen«. In einem zweiten Video geriet Hagel beim Besuch einer Schule vor laufender Kamera mit einer Lehrerin aneinander. Ohne die beiden Videos wäre Hagel vor seinem Kontrahenten Cem Özdemir gelandet, so CSU-Chef Markus Söder. Grünenchefin Franziska Brantner wies die Vorwürfe der Union zurück. »Es war keine Kampagne von uns«, sagte sie.

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Bundestagsfraktionschef Jens Spahn hat angesichts der Pattsituation zwischen CDU und Grünen im baden-württembergischen Landtag nach der Wahl eine Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ins Spiel gebracht. Wahlsieger Cem Özdemir hat den Vorschlag scharf zurückgewiesen. Auch wenn es nur eine Stimme mehr gäbe, wäre klar, wer den Ministerpräsidenten stelle, sagte Özdemir am Tag nach der Wahl in Stuttgart.

fwu/dpa