SpOn 11.03.2026
23:48 Uhr

Medienberichte: Falsche Geheimdienstinformationen könnten Grund für US-Angriff auf Mädchenschule sein


Nach anonymen Angaben könnte der Beschuss einer Schule in Iran auf die Verwendung falscher Informationen oder überholter Zieldaten durch das US-Militär zurückgehen. Bei dem Angriff sollen rund 150 Schülerinnen getötet worden sein.

Medienberichte: Falsche Geheimdienstinformationen könnten Grund für US-Angriff auf Mädchenschule sein

Der Angriff auf eine Mädchenschule in Iran mit zahlreichen Toten geht möglicherweise auf die Nutzung falscher Geheimdienstinformationen durch das US-Militär zurück. Dies sagen mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters und der »Washington Post«.

Nach Recherchen der »Washington Post«  ist weiterhin nicht klar, warum genau das Gebäude getroffen wurde. Eine mit der Untersuchung vertraute Person gab an, dass das Gebäude als Fabrik identifiziert und als genehmigtes Angriffsziel vorgesehen gewesen sei. Eine zweite Person erklärte, dass sich in der Nähe ein Waffenlager befunden habe und sie nicht wisse, ob die USA die Schule irrtümlich getroffen hätten oder ob US-Beamte über falsche Informationen verfügt und das Gebäude fälschlicherweise für das Waffenlager gehalten hätten.

Der Nachrichtenagentur Reuters sagten zwei Quellen, die Nutzung veralteter Zieldaten habe zu dem Angriff auf die Mädchenschule geführt. Auch die »New York Times« meldet,  dass veraltete Geheimdienstinformationen zu dem Beschuss geführt haben dürften.

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Das Pentagon wollte sich auf Anfrage nicht zu den neuen Details äußern. Bei dem Beschuss in der Stadt Minab am ersten Tag der amerikanischen und israelischen Offensive waren nach Angaben des iranischen Uno-Botschafters 150 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst den Iran für den Vorfall verantwortlich gemacht, dafür jedoch keine Belege geliefert. Später erklärte er, er wolle die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen abwarten.

sei/Reuters