Unter Frankreichs neuem Nationaltrainer Zinédine Zidane entwickelt sich ein Fußballer immer mehr zum Schlüsselspieler. Nicht Starstürmer Kylian Mbappé oder der Weltfußballer Ousmane Dembélé, sondern Michael Olise vom FC Bayern München.
Am Montagabend gewannen die Franzosen 4:1 (0:1) in der Nations League gegen Belgien. Es ist der dritte Sieg im vierten Spiel unter Zidane. Sieben Treffer gelangen dem Team dabei. Olise, 24, war an sechs davon beteiligt, indem er sie vorbereitete oder selbst erzielte.
Trainer Zidane mit Olise vor dessen Einwechslung
Foto: Matthieu Mirville / ZUMA Press / IMAGO»Es ist einfach außergewöhnlich, was er macht«, sagte Zidane nach dem Erfolg im Stade de France gegen Belgien. Dort saß Olise zunächst auf der Bank, doch weil die Belgier des neuen Coachs Mark van Bommel nach Dodi Lukébakios Treffer (35. Minute) lange führten, brachte Zidane Olise in die Partie. Das war in der 60. Minute. Die anschließende halbe Stunde genügte Olise für zwei Treffer und eine Vorlage.
Zunächst bereitete er das 2:1 von Rayan Cherki (81.) vor. Dann sorgte er mit einem Doppelpack (88., 90.+1) für die späte Entscheidung. Den Ausgleich für die Franzosen hatte zuvor der ebenfalls eingewechselte Désiré Doué erzielt (77.).
Auch Olise selbst äußerte sich, wenn auch gewohnt knapp. »Am Ende haben wir gut gespielt«, sagte er dem TV-Sender TF1. »Das ist eine Teamleistung. Zidane bringt Ideen ein, und wir setzen sie um. So werden wir weitermachen.«
Sein Trainer nannte das Spiel »ermutigend«, er sei »sehr optimistisch für die Zukunft«. Auch mit den zehn Punkten aus den ersten vier Spielen seiner Amtszeit sei er zufrieden.
Allerdings merkte Zidane an: »Es gibt Dinge zu verbessern, aber das wird Schritt für Schritt kommen. Wir können es besser machen, und wir werden es besser machen.« Vor allem den »Mangel an Durchschlagskraft auf den letzten 25 bis 30 Metern« beklagte der ehemalige Weltstar: »Wir werden den Strafraum stärker besetzen müssen, mehr Spieler hineinschieben, um effizienter zu sein. Aber nachdem wir ausgeglichen hatten, war es ein ganz anderes Spiel.«
