SpOn 07.10.2026
15:12 Uhr

Oberding/München: Puma in Flughafennähe gesichtet? Landkreis Erding rät zur Vorsicht


Im Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding wurde wohl eine Raubkatze gesichtet. Die Polizei lässt einen Hubschrauber und Drohnen aufsteigen und die zuständige Behörde rät, Kinder dort nicht unbeaufsichtigt spielen zu lassen.

Oberding/München: Puma in Flughafennähe gesichtet? Landkreis Erding rät zur Vorsicht

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde in der Nähe des Münchner Flughafens möglicherweise eine Raubkatze gesichtet. Nachdem eine Privatperson dies gemeldet hatte, sei das Veterinäramt hinzugezogen worden, erklärt eine Sprecherin des Landratsamtes Erding. »Nach erster fachlicher Einschätzung könnte es sich um einen Puma handeln.« Zuerst berichtete die »Bild« .

Die mutmaßliche Raubkatze wurde laut Kreisbehörde im Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding entdeckt. »Die Sichtung ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund zur Vorsicht«, sagt die Landratsamtssprecherin gegenüber dem SPIEGEL. Die Kreisbehörde rät dazu, Hunde im Bereich der mutmaßlichen Sichtung nicht frei laufen zu lassen. Kinder sollten dort zurzeit nicht unbeaufsichtigt spielen.

Für die Suche will die Polizei einen Hubschrauber und Drohnen einsetzen. Zudem seien Streifenwagen unterwegs, sagte eine Polizeisprecherin. »Die Suchmaßnahmen sind in vollem Gange, das Tier wurde bisher nicht gesehen«, sagte sie.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft mahnte zur Ruhe: »Bitte nicht aktiv nach dem Tier suchen und stattdessen die Behörden ihre Arbeit machen lassen«, sagte Thomas Schreder. »Nachts würde ich das Gebiet auch für Spaziergänge erst mal eher meiden.« Wer seinen Hund frei laufen lasse, provoziere möglicherweise »das, was wir nicht wollen – einen Konflikt«.

Gewöhnlich meiden Pumas menschliche Nähe. Zu Angriffen auf Erwachsene Menschen kommt es nur in Ausnahmefällen. Kinder und Haustiere sind eher gefährdet, Opfer eines Angriffs zu werden. Pumas werden je nach Geschlecht zwischen 48 und 72 Kilogramm schwer und bis zu 1,95 Meter lang. Ihre Fellfarbe variiert von gelb- über rotbraun bis zu silbergrauen Haaren.

Die Raubkatzen kommen in Deutschland nicht natürlich vor. Ihr gewöhnliches Verbreitungsgebiet liegt in Nord- und Südamerika. Über die Herkunft des mutmaßlich gesichteten Tiers ist nichts bekannt. Einen Zirkus etwa gibt es laut der Polizei in der Region aktuell nicht.

klk/dpa