Diesen Januartag wird Quinn Brown wohl so schnell nicht vergessen. In einem Vorort von Portland (US-Bundesstaat Oregon) war der Teenager in Second-Hand-Läden unterwegs. Gebrauchte Kleidung verkauft er online weiter und macht damit ein wenig Geld. Doch der Fund dieses Tages entpuppte sich als absoluter Glücksgriff.
Brown fischte eine Jacke aus einer Tonne mit alter Kleidung, die einst Basketballlegende Wilt Chamberlain getragen hatte. Konkret hatte er sich in der Finalserie 1972 darin aufgewärmt, bevor er mit den Los Angeles Lakers gegen die New York Knicks antrat.
Rückseite der Jacke
Foto: Sotheby's / APDas gelbe Kleidungsstück wurde nun durch das Auktionshaus Sotheby’s versteigert. Nach 48 Geboten fiel der Hammer bei 89.600 US-Dollar. Das ist ein wenig mehr als der Kaufpreis von 3,07 US-Dollar, den Brown im Second-Hand-Laden auf die Theke legen musste. Schätzungen hatten den möglichen Preis sogar mit bis zu 250.000 US-Dollar angegeben.
Nachdem er die Jacke gekauft hatte, versuchte Brown online zu ermitteln, was er dafür wohl verlangen könnte. Während seiner Suche stieß er auf ein Foto des Basketballers in einer gelben Jacke. Dabei fielen ihm bestimmte Details in der Vernähung auf, die ihn stutzig werden ließen. Und auch die enorme Größe der Jacke ließ darauf schließen, dass es sich vermutlich eher nicht um eine Replika handeln dürfte.
Ein Trikot aus der Ära ist noch weit mehr wert
Nach einem Post in den sozialen Medien meldete sich dann Sotheby’s und bot an, die Jacke zu versteigern. »Der Fotoabgleich bei einem solchen Stück aus einer Finalserie und von einem Spieler dieser Ära ist eine Rarität«, so das Auktionshaus. Die Jacke sei ein Stück Sportgeschichte.
Chamberlain 1973 im Trikot der Lakers
Foto: Anonymous/ APChamberlain gewann die Serie damals mit den Lakers 4:1 nach Siegen und konnte sich auch die Trophäe als wertvollster Spieler sichern.
Es ist nicht das erste Chamberlain-Kleidungsstück aus jener Serie, das unter den Hammer kam. 2023 hatte ein Trikot stolze 4,9 Millionen US-Dollar gebracht. Davon ist Second-Hand-Shopper Brown zwar weit entfernt. Er sagte trotzdem über seinen Glücksgriff: »Besser kann es nicht kommen.«
