SpOn 14.10.2026
10:51 Uhr

New York will Pferdekutschen im Central Park verbieten


In wenigen Jahren könnten die traditionellen Kutschfahrten im New Yorker Central Park Geschichte sein. Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt vor. Nicht alle sind von den Plänen begeistert.

New York will Pferdekutschen im Central Park verbieten

Pferdekutschen, die durch den Central Park fahren, gehören zum typischen Bild von New York – doch damit wird wohl bald Schluss sein. Bürgermeister Zohran Mamdani und die Vorsitzende des New Yorker Stadtrats, Julie Menin, haben sich laut übereinstimmenden Medienberichten auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der die Attraktion abschaffen würde. Das Verbot soll demnach schrittweise umgesetzt werden und am 1. Juni 2028 in Kraft treten. Zuvor aber muss der Gesetzentwurf vom New Yorker Stadtrat abgesegnet werden. Erwartet wird das Votum schon Ende kommender Woche.

»Die Pferdekutschenbranche in New York City steht vor dem Aus«, schrieb Mamdani in der Nacht auf X. Seine Regierung wolle dafür sorgen, dass die Rechte der Kutscher, Betreiber und Tiere geschützt werden. Details ließ er in seinem Post offen. Eine Gewerkschaft, die Kutscher vertritt, lehnt das Verbot ab. Sie hält den Gesetzentwurf laut »New York Times«  für zu schwach, um die Beschäftigten zu schützen. Menin hingegen zeigte sich dem Zeitungsbericht zufolge überzeugt, dass das Gesetz bei der anstehenden Abstimmung eine Mehrheit bekommt.

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In New York wird seit Jahren darüber gestritten, ob die Pferdekutschen aus dem Central Park verschwinden sollen. Bei Touristen sind die Fahrten sehr beliebt. Tierschützer hingegen fordern schon lange ein Ende. Sie kritisieren, dass die Pferde überarbeitet und schlecht untergebracht seien und dass sie leicht in Panik gerieten. Die Betreiber weisen die Vorwürfe zurück.

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Dabei rollen die Kutschen seit rund 150 Jahren durch den Central Park. Immer wieder kommt es allerdings zu Unfällen. Im Juni starb dabei ein 18-Jähriger aus Indien, der mit seiner Familie in New York zu Besuch war. Nach dem Unfall nahm der Druck deutlich zu, die Fahrten zu verbieten.

bbr/dpa