SpOn 14.09.2026
06:57 Uhr

Niedersachsen: CDU gewinnt Kommunalwahl – AfD auf Rang 3


Die CDU bleibt in Niedersachsen die stärkste Kraft auf Kreisebene vor der SPD. Die AfD verzeichnet hohe Gewinne, auch die Linke legt zu.

Niedersachsen: CDU gewinnt Kommunalwahl – AfD auf Rang 3

Die CDU ist erneut stärkste Kraft bei Kommunalwahlen in Niedersachsen auf Kreisebene geworden. Die Partei erreichte laut vorläufigem Ergebnis 27,2 Prozent, dahinter liegt die SPD mit 24,6, die AfD mit 15,9, die Grünen mit 14,1, die Linke mit 6,0 und die FDP mit 3,7 Prozent, wie aus dem Wahlportal des Landes hervorgeht.

Bei den vergangenen Kreiswahlen im Jahr 2021 war die CDU mit 31,7 Prozent stärkste Kraft geworden, vor der SPD mit 30,0 Prozent. Die Grünen hatten damals 15,9 Prozent erreicht, die FDP 6,5 Prozent, die AfD 4,6 Prozent und die Linke 2,8 Prozent. Damit legte die AfD besonders stark zu und erzielte ihr bislang bestes Kommunalwahlergebnis in Niedersachsen. CDU und SPD verloren hingegen an Unterstützung.

Die Wahlbeteiligung lag bei 64,6 Prozent und stieg damit deutlich. Fünf Jahre zuvor hatten 57,0 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Rund 6,3 Millionen Menschen konnten diesmal an den Wahlen teilnehmen.

Stimmungstest für Landtagswahl 2027

Die landesweiten Prozentwerte bilden die Stimmen für die Kreistage, die Räte der kreisfreien Städte und die Regionsversammlung der Region Hannover ab. Sie gelten auch als wichtiger Stimmungstest für die Parteien vor den Landtagswahlen im nächsten Jahr und als Gradmesser für die Stimmung in einem westdeutschen Flächenland.

Besondere bundespolitische Bedeutung erhielt das Abschneiden der AfD durch die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Woche zuvor . Dort war die Partei mit knapp 44 Prozent mit großem Abstand stärkste Kraft geworden und hatte ihr Ergebnis gegenüber 2021 mehr als verdoppelt. Die CDU verlor dort mehr als die Hälfte ihrer bisherigen Wähler und stürzte auf rund 17 Prozent ab.

Die Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen entschieden über 29.501 Mandate in 2182 kommunalen Vertretungen sowie bei 395 Direktwahlen über Bürgermeister, Oberbürgermeister, Landräte und den Regionspräsidenten.

In der Landeshauptstadt Hannover lag der amtierende Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) deutlich vor seinem SPD-Herausforderer Axel von der Ohe. Die Entscheidung über das Oberbürgermeisteramt in Hannover wird in einer Stichwahl in zwei Wochen gefällt.

In Göttingen verliert die SPD das Rathaus. Die Sozialdemokraten stellten die jüngsten drei Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen der Stadt. Nun entscheidet in zwei Wochen eine Stichwahl zwischen der Grünenbewerberin Onyeka Oshionwu und Ehsan Kangarani von der CDU.

Im Stadtrat von Salzgitter ist die AfD mit knappem Vorsprung stärkste Kraft geworden. Von allen abgegebenen Stimmen entfielen 27,39 Prozent auf die Partei. Damit landete die AfD knapp vor der SPD (25,85 Prozent) und der CDU (23,23). Der Verfassungsschutz in Niedersachsen stuft die AfD als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt ein. Die Partei wehrt sich dagegen juristisch.

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Bereits am kommenden Sonntag folgen die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zum Landtag von Mecklenburg-Vorpommern . Auch dort steht das Kräfteverhältnis zwischen AfD, CDU und SPD im Fokus. In Niedersachsen wird im kommenden Jahr ein neuer Landtag gewählt.

asc/dpa