SpOn 07.09.2026
19:29 Uhr

Remscheid-Wuppertal: Polizeieinsatz wegen Sabotageaktionen


Seit Tagen fahndet die Polizei nach einem mutmaßlichen Saboteur. In der Nähe eines Umspannwerks zwischen Remscheid und Wuppertal läuft nun eine Polizeiaktion. Jetzt wurde eine neue Abschussvorrichtung entdeckt.

Remscheid-Wuppertal: Polizeieinsatz wegen Sabotageaktionen

Im Zusammenhang mit Angriffen auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern läuft ein größerer Einsatz der Polizei im Raum Remscheid-Wuppertal in der Nähe eines Umspannwerks. Wie ein Sprecher der Polizei in Köln mitteilte, läuft die Aktion seit dem Vormittag »im Zusammenhang mit Fahndungsmaßnahmen«. Weitere Angaben machte er nicht. Seit Tagen fahnden die Behörden nach einem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet, dem sie Sabotageaktionen in NRW und Brandenburg zuordnen.

Außerdem wurden am Montag neue Abschussvorrichtungen in der Nähe von Hochspannungsleitungen entdeckt. Die Polizei hat das Gebiet nach eigenen Angaben weiträumig abgesperrt. Wegen der laufenden Fahndung sei die Bundesautobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Eschweiler-Ost und Langerwehe zudem in beide Richtungen gesperrt worden, hieß es.

Polizei: »Wer verfügt über Kameraaufnahmen?«

Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen zu melden. »Wer hat heute Beobachtungen, die mit dem Aufstellen von Abschussrampen in Verbindung stehen könnten, gemacht?« und »Wer verfügt über Kameraaufnahmen aus dem Bereich (etwa Wildkameras)?« hieß es in einem entsprechenden Aufruf.

Laut Polizei in Wuppertal wurde zudem eine verdächtige Person mit einem Rucksack an einem Umspannwerk in Remscheid gemeldet. Ob es sich bei dieser Person um den Gesuchten handele, sei unklar. Auch bei den Ermittlern in Köln hieß es, ob es sich um den 48-Jährigen handele, sei offen.

Mehrere Medien berichteten über den Einsatz. Auch ein Hubschrauber kreiste über dem Einsatzgebiet zwischen Remscheid-Lüttringhausen und Wuppertal-Ronsdorf. Einen größeren Polizeieinsatz gab es am Montag auch an einem Umspannwerk in Wesel am Niederrhein.

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Der gesuchte Verdächtige soll versucht haben, mit selbst gebauten Raketen einen dünnen Draht über die Hochspannungsleitungen zu schießen und so einen Kurzschluss auszulösen. In Bergheim zwischen Düsseldorf und Köln waren dadurch mehrere Blöcke eines Stromkraftwerks lahmgelegt worden, zu Stromausfällen kam es aber nicht. Auch bei Jänschwalde in Brandenburg war ein solcher Angriff auf das Stromnetz erfolgreich. Zudem waren in Sachsen weitere selbst hergestellte Abschussvorrichtungen im unmittelbaren Bereich von Hochspannungstrassen entdeckt worden.

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aeh/dpa