SpOn 18.08.2026
16:26 Uhr

Rosie O’Donnell teilt bei »Jimmy Kimmel Live« gegen Donald Trump aus


Die Latenight-Show von Jimmy Kimmel ist der US-Regierung einer solcher Dorn im Auge, dass sie schon mal abgesetzt wurde. Donald Trump dürfte nicht gefallen, wer die Sommerausgabe der Sendung moderiert - die Frau, der er die Staatsbürgerschaft aberkennen wollte.

Rosie O’Donnell teilt bei »Jimmy Kimmel Live« gegen Donald Trump aus

Moderatorin Rosie O’Donnell, 64, vertritt ihren Kollegen Jimmy Kimmel derzeit in vier Folgen der Late-Night-Show »Jimmy Kimmel Live«. Auf wen sie es dabei besonders abgesehen hat, machte sie gleich zu Beginn der ersten Sendung klar. »Ihr dachtet, der Präsident hasst ›Jimmy Kimmel Live‹ schon, wenn Jimmy Kimmel moderiert?« rief sie in den Saal. »Anschnallen, Leute! Anschnallen.«

Ohne seinen Namen zu nennen, teilte O’Donnell gegen Donald Trump aus. Sie bezeichnete ihn unter anderem als »Mango Mussolini«, eine Anspielung auf seinen orangen Teint und den faschistischen Diktator Benito Mussolini. Wegen des US-Präsidenten sei sie vor knapp zwei Jahren nach Irland gezogen, sagte sie. »Nachdem ich ›Project 2025‹  gelesen hatte, dachte ich mir: ›Ich muss hier raus‹.« Ihr Kind habe die Situation in der Schule so erklärt: »Ich werde gezwungen, in ein anderes Land zu ziehen, weil der Präsident der Vereinigten Staaten meine Mutter hasst. Aber ganz ehrlich, ich glaube, meine Mutter hasst ihn sogar noch mehr.«

20 Jahre Fehde

Trump ist schlecht auf die Moderatorin zu sprechen, seit diese sich 2006 in ihrer Show »The View« über dessen Insolvenzen lustig machte. Unter anderem drohte er damit, ihr die Staatsangehörigkeit zu entziehen, weil sie »eine Bedrohung für die Menschheit« sei. O’Donnell reagierte auf Instagram mit einem Foto von Trump und dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein: »Du nennst mich eine Bedrohung für die Menschheit – aber ich bin alles, was du fürchtest.«

Der US-Präsident geht seit Längerem gegen Moderatoren und Late-Night-Hosts vor. Unter anderem setzte CBS nach Kritik von Trump die »Late Show« mit Stephen Colbert ab – offiziell aus finanziellen Gründen. Auch »Jimmy Kimmel Live« legte zwischenzeitlich eine Zwangspause ein.

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O’Donnell fand lobende Worte für ihren Kollegen. Sie finde Kimmel »fantastisch«, weil er sich für das Recht einsetze, sich gegen die eigene Regierung auszusprechen. An Trump richtete sie ebenfalls einen persönlichen Gruß: »Hi! Ich weiß, dass du zuschaust!«, sagte sie in die Kamera. Und dann, an die Zuschauer gerichtet: »Gerade sitzt er im Weißen Haus und weint, weil ich ihn nicht erwähnt habe.«

esw