In der Region Amur, nahe der chinesischen Grenze, ist ein russischer Langstreckenbomber abgestürzt. Dabei sind laut der russischen Nachrichtenagentur Tass sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Ein weiteres Mitglied sei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden.
Laut Tass, die sich auf das russische Verteidigungsministerium bezieht, ist die Maschine bei einem Trainingsflug über unbewohntem Gebiet abgestürzt. Sie sei nicht bewaffnet gewesen. Ein Ermittlerteam sei zum Absturzort geschickt worden, um die Umstände des Unglücks zu klären. Die Hintergründe sind unklar.
Die Tu-95 ist ein großer, in der Sowjetunion entwickelter Bomber, der Atomwaffen transportieren kann. Russland setzt Flugzeuge dieses Typs häufig bei Militärübungen ein.
Schon einmal Ziel der Operation »Spinnennetz«
Im Juni 2025 gingen vier dieser russischen Langstreckenbomber vom Typ Tu-95 am Stützpunkt Olenja in Murmansk in Flammen auf. Getroffen nicht von hochmodernen Raketen – sondern von Drohnen.
Mit der Operation »Spinnennetz« gelang der Ukraine damals wohl einer der spektakulärsten Militärschläge der vergangenen Jahre. Sie trafen gleich vier strategisch wichtige Luftwaffenstützpunkte und schalteten damit nicht nur eine Reihe von Langstreckenbombern aus, mit denen Russland regelmäßig Zivilisten terrorisiert – sondern dezimierten damit auch Moskaus Nukleararsenal (lesen Sie hier mehr. )
Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzt die russische Armee immer wieder Langstreckenbomber Tu-95 ein, die Träger auch von Marschflugkörpern sind.
