SpOn 11.03.2026
07:54 Uhr

Schweiz: Chippis im Wallis bereitet sich auf drohenden Erdrutsch vor


Ein Erdspalt oberhalb von Chippis wächst und wächst. Er könnte dazu führen, dass große Erdmassen abrutschen. Die Behörden bereiten vorsorglich eine Evakuierung vor.

Schweiz: Chippis im Wallis bereitet sich auf drohenden Erdrutsch vor

Behörden in der Schweiz befürchten einen Hangsturz im Schweizer Kanton Wallis. Oberhalb des Dorfs Chippis hat sich ein Riss im Erdreich aufgetan. Sollte der Hang abrutschen, drohe diesem eine Gefahr, wie die zuständigen Behörden berichten.

Die Zone liegt in der Ferienregion Val d’Anniviers unweit von Sierre/Siders. Dort wurde im Herbst eine Bruchlinie im Erdreich entdeckt, die inzwischen 250 Meter lang und zwischen 80 Zentimetern und einem Meter breit ist. Der Spalt wächst jeden Tag um etwa zwei bis vier Millimeter. Geologen schätzen, dass bis zu 500.000 Kubikmeter Erdmasse abrutschen könnten.

Das wiederum könnte ein Flussbett der Navizence zuschütten, für einen Stau und Überschwemmungen sorgen. Der Fluss fließt durch Chippis mit rund 1600 Einwohnern. Die Behörden bereiten vorsichtshalber eine Evakuierung vor. Der Riss wird täglich überwacht.

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Im Mai 2025 waren im Lötschental im Kanton Wallis Gestein und ein Gletscher abgebrochen und ins Tal gedonnert. Das Dorf Blatten wurde großenteils verschüttet. Die Einwohner waren vorher alle in Sicherheit gebracht worden. In Blatten waren nach Schätzungen rund neun Millionen Kubikmeter Fels, Geröll und Eis abgestürzt.

bbr/dpa