SpOn 04.10.2026
11:25 Uhr

Studium: 5 praktische Tipps, um Ersti-Fehler zu vermeiden


Neue Leute, voller Stundenplan, knappes Budget: Zum Studienstart kommt vieles zusammen. Diese Tipps erleichtern den Einstieg – und ersparen Stress und Frust.

Studium: 5 praktische Tipps, um Ersti-Fehler zu vermeiden

Finanzierungsmöglichkeiten prüfen, statt Unterstützung vorschnell auszuschließen

Wer fürs Studium das erste Mal einen eigenen Haushalt führt, merkt vielleicht auch das erste Mal, wie teuer das Leben eigentlich ist – zumal das allgemeine Preisniveau über Jahre deutlich gestiegen ist.

Viele Studierende unterschätzen, welche Möglichkeiten sie für finanzielle Förderung haben. Das fängt schon bei der staatlichen Ausbildungsförderung Bafög an. Zwei Forscher vom Max-Planck-Institut für Verhaltensökonomik und vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik haben dazu Zahlen erhoben.  Demnach nehmen bis zu 70 Prozent der Bafög-berechtigten Studierenden keine Leistungen in Anspruch. In den meisten Fällen liegt das daran, dass sie fälschlicherweise annehmen, ihre Eltern hätten ein zu hohes Einkommen. Es lohnt sich also, den eigenen Anspruch zu prüfen. Einen ersten Eindruck kann beispielsweise der Bafög-Rechner des Bundesforschungsministeriums  bieten.

Ähnlich ist es bei Stipendien. Das klingt oft nach Eliten und Überfliegern, dabei gibt es ganz unterschiedliche Förderprogramme, bei denen es keineswegs nur auf überragende Noten ankommt.

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Anschluss suchen – auf die eigene Art

Es gibt Leute, die gehen in einen Raum und sind sofort mit jedem befreundet. Für viele andere – und vermutlich den weitaus größeren Teil der Studierenden – ist der Start ins Studium eine soziale Herausforderung. Denn neben dem Druck, möglichst viel zu lernen, ist da oft auch die Hürde, möglichst schnell Freund:innen zu finden.

Das sollte aber nicht dazu führen, Dinge zu unternehmen, auf die man eigentlich keine Lust hat. Pub-Crawls oder Flunkyball-Turniere zum Beispiel. Die Uni bietet viele Möglichkeiten, Leute kennenzulernen, die die eigenen Interessen teilen. Vielleicht ist der Filmabend eine Alternative zur Kneipentour? Oder eine Teamsportart beim Hochschulsport? Wer politisch interessiert ist, findet auf dem Campus oft eine Vielzahl von Gruppen, die gleichzeitig einen sozialen Anknüpfungspunkt bilden können.

Und: Auch wenn nach den ersten Wochen noch kein kompletter Freundeskreis steht, ist der soziale Start noch lange nicht misslungen. Es werden sich noch genug Möglichkeiten bieten, die eigenen Leute zu finden.

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Die ganze Woche planen, nicht nur die Stunden im Hörsaal

In der Schule bekommt man den Stundenplan einfach vorgesetzt. An der Uni hat man oft mehr Gestaltungsspielraum. Den sollte man klug nutzen.

In die Woche müssen nicht nur die Lehrveranstaltungen, sondern auch Selbststudium, Mittagessen, Wege, gegebenenfalls ein Nebenjob und auf jeden Fall Freizeit passen.

Wer sich seine Kurse selbst zusammenwählt, sollte das beachten und sich nicht zu viel aufladen. Wie viel Aufwand bedeutet eine Veranstaltung? Das lässt sich an Semesterwochenstunden und ECTS-Punkten, aber auch an Leselisten und Prüfungsleistungen ablesen. Infos dazu stehen in Vorlesungsverzeichnissen oder Modulhandbüchern.

Gleiches gilt für nicht universitäre Veranstaltungen – aber mit etwas mehr individueller Varianz. Während es manchen Energie gibt, sich nach den Vorlesungen noch Termine fürs Bouldern, den Strickclub und die Fachschaftssitzung einzubuchen, raubt das anderen jegliche Kraft. Die eigene Life-Uni-Balance zu finden, ist aber eine Aufgabe, die mehrere Semester dauern kann.

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Weniger mitschreiben – aber so, dass man damit lernen kann

In Vorlesungen und Seminaren prasseln auf einmal endlose Informationen auf einen ein. Der erste Reflex ist oft: so viel mitschreiben, wie es nur geht, um auch ja nichts zu vergessen. Doch spätestens, wenn man am Ende des Semesters vor einem (virtuellen) Berg kryptischer, dahingehetzter Notizen sitzt, gerät diese Strategie an ihre Grenzen.

Besser ist es, sich schon zu Beginn des Studiums ein schlaues System für die Mitschriften zu überlegen. Das kann etwa Stichworte und Verweise auf Folien, kleine Skizzen und eindeutige Markierungen beinhalten. Schon die Beschäftigung damit, was von den Inhalten wirklich wichtig ist, ist eine Form des Lernens.

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Hilfsangebote annehmen, statt alles allein zu tragen

Ein Studium ist herausfordernd. Gerade am Anfang kann es auch überfordern: neues Umfeld, neue Anforderungen, neue Unsicherheiten.

Dabei ist ganz wichtig: Eine Krise muss nicht erst riesengroß werden, bevor man sich Hilfe sucht. An Hochschulen gibt es Beratungs- und Hilfestellen, und auch abseits davon gibt es niedrigschwellige Angebote wie die studentischen Nightlines . Überall dort sitzen Menschen, die helfen wollen. Diese Hilfe anzunehmen, ist kein Zeichen von Schwäche oder Versagen.

Ein bisschen Stress ist normal. Wenn Ängste und Sorgen dauerhaft zur Belastung werden, den Schlaf rauben oder die Lebensfreude nehmen, ist es jedoch spätestens Zeit für professionelle Unterstützung. Weil es dauern kann, bis man die erhält, gilt umso mehr: Man sollte sich lieber frühzeitig darum kümmern, nicht erst dann, wenn gar nichts mehr geht.

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