SpOn 11.03.2026
13:54 Uhr

Tegut: Migros verkauft Supermarkt-Kette – Edeka übernimmt Teil der Filialen


Die Schweizer Migros-Gruppe trennt sich von den vor allem in Hessen verbreiteten Tegut-Märkten. Die Zukunft der Kette in Deutschland ist ungewiss, ein Teil der Standorte soll aber an Edeka gehen.

Tegut: Migros verkauft Supermarkt-Kette – Edeka übernimmt Teil der Filialen

Der Schweizer Lebensmitteleinzelhändler Migros zieht sich aus Deutschland zurück und verkauft die Supermarktkette Tegut. Ein großer Teil der vor allem in Hessen befindlichen Tegut-Filialen soll von Edeka übernommen werden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nach Angaben beider Unternehmen bereits unterzeichnet. Das Kartellamt muss dem Verkauf noch zustimmen. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht.

Edeka will rund 200 Tegut-Filialen in den genossenschaftlichen Edeka-Verbund integrieren. »Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die Tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter«, sagte der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Zentrale, Markus Mosa.

Was passiert mit den weiteren Märkten?

Durch die Schließung zahlreicher Standorte hätte ansonsten der Verlust von mehr als 4500 Arbeitsplätzen gedroht, hieß es. Ob der Name Tegut erhalten bleiben wird, ist bislang unklar. Zu weiteren Details äußerte sich Edeka nicht.

Laut Angaben auf der Internetseite von Tegut beschäftigt die Kette ungefähr 7700 Menschen – und hat mehr als 300 Supermärkte in sechs Bundesländern. Die mit Abstand meisten davon befinden sich in Hessen. Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet, 2013 wurde die Kette von Migros übernommen.

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Trotz massiver Kosteneinsparungen habe sich das Marktumfeld in Deutschland weiter verschärft, heißt es in einer Mitteilung  von Migros zu dem Verkauf. Die Umsätze seien rückläufig gewesen. Tegut sei »unter diesen Bedingungen mit der spezifischen Positionierung und der vergleichsweise kleinen Unternehmensgröße langfristig wirtschaftlich nicht zukunftsfähig«.

Die Option einer Gesamtübernahme von Tegut durch einen Händler, der bisher nicht im deutschen Markt präsent sei, habe sich als nicht umsetzbar erwiesen, hieß es. Offen ist bislang, was aus den übrigen Tegut-Märkten wird. Laut Migros laufen Gespräche mit weiteren Interessenten. Weitere Details wurden nicht genannt.

apr/dpa