SpOn 13.08.2026
14:17 Uhr

Treuchtlingen: Polizei gibt Entwarnung nach Sprengstoffverdacht in Bayern


Ein verdächtiger Gegenstand in der Nähe des Bahnhofs hat alle Züge rund um Treuchtlingen in Franken gestoppt. Die Ermittler vermuten, dass er absichtlich im Gleisbett platziert wurde.

Treuchtlingen: Polizei gibt Entwarnung nach Sprengstoffverdacht in Bayern

Nach einem möglichen Sprengstofffund im fränkischen Treuchtlingen hat die Polizei Entwarnung gegeben. An dem verdächtigen Gegenstand wurde kein Sprengstoff entdeckt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Ermittler gehen allerdings davon aus, dass der Gegenstand bewusst als Attrappe platziert worden war .

Der Gegenstand war gegen 8.30 Uhr von einem Techniker im Gleisbett südlich des Bahnhofs der Stadt gefunden worden. Ein Entschärferteam der Bundespolizei hatte den Gegenstand am Donnerstagvormittag geröntgt, konnte danach aber keine Entwarnung geben. Zwischenzeitlich wurden sogar »vorsichtshalber einige unmittelbar betroffene Gebäude« geräumt. Bei einer zweiten Untersuchung wurde der Gegenstand mithilfe eines Roboters angehoben.

Der Bereich um die Fundstelle war weiträumig abgesperrt, Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die Sperrungen für Passanten und Anwohner im Umkreis von etwa 100 Metern um die Fundstelle werden laut Polizei nun schrittweise wieder aufgehoben.

Zugverkehr vorerst weiter eingestellt

Der Zugverkehr in dem Bereich kam zum Erliegen. Wann wieder Züge fahren, ist noch unklar. Zunächst werde die Kriminalpolizei im Gleisbereich Spuren sichern. Diese Untersuchungen werden laut einem Polizeisprecher vor Ort wohl einige Zeit dauern.

Betroffen waren laut Bahn im Nahverkehr die RB 16, der RE 16 und der RE 60. Die Fahrten der Regionalzüge endeten demnach vorzeitig an geeigneten Bahnhöfen, ein Ersatzverkehr mit Bussen und Großraumtaxen war eingerichtet. Die Züge des Fernverkehrs fuhren über Ingolstadt.

Treuchtlingen hat rund 13.000 Einwohner und liegt zwischen Nürnberg und Ingolstadt. Die Stadt ist ein ehemals wichtiger Bahnknotenpunkt, die Schnellfahrstrecke Nürnberg-Ingolstadt verläuft aber weiter östlich. Entsprechend waren die meisten ICE-Verbindungen zwischen München und Nürnberg nicht betroffen.

wit/dpa