SpOn 09.10.2026
20:40 Uhr

USA: Amerikaner über 75 werden immer reicher, unter 35 werden sie immer ärmer


Eine Studie der US-Notenbank zeigt: Kursgewinne machen hauptsächlich Alte und Reiche noch reicher. Das Vermögen der Jüngeren ist in den vergangenen Jahren hingegen drastisch geschrumpft.

USA: Amerikaner über 75 werden immer reicher, unter 35 werden sie immer ärmer

Begünstigt durch die anhaltenden Kursgewinne an den Aktienmärkten sind Haushalte, deren Mitglieder über 75 Jahre alt sind, inzwischen die reichsten in den USA. Das Vermögen junger Familien ist in den vergangenen drei Jahren hingegen stark zurückgegangen. Das geht aus einem am Freitag veröffentlichten Regierungsbericht hervor.

Die Ergebnisse der alle drei Jahre durchgeführten Erhebung der US-Notenbank zum Finanzverhalten der Verbraucher zeigen: Die kräftigen Kursgewinne an den Aktienmärkten haben die wohlhabenderen amerikanischen Haushalte noch reicher gemacht. So stieg das mittlere Nettovermögen der reichsten zehn Prozent der US-Haushalte zwischen 2022 und 2025 um 31 Prozent auf 3,6 Millionen Dollar.

Bei den ältesten Haushalten – also jenen, deren Mitglieder 75 Jahre oder älter sind – stieg das mittlere Nettovermögen auf knapp 505.000 Dollar, nach etwas mehr als 367.000 Dollar im Jahr 2022. Bei der letzten Erhebung waren Haushalte zwischen 65 bis 74 Jahren noch die reichsten gewesen.

Starkes Gefälle zwischen alter und junger Generation

Die 35-Jährigen und Jüngeren gaben hingegen ein mittleres Nettovermögen von nur 33.000 Dollar an – ein Rückgang von 23 Prozent gegenüber 2022.

Insgesamt stellte die Erhebung aber auch breit angelegte Einkommenszuwächse fest. Die Einkommensungleichheit verringerte sich im Vergleich zu 2022 leicht. Die Einkommen der Haushalte mit höheren Einkommen gingen etwas zurück. Die mittleren Haushaltseinkommen hingegen stiegen seit 2022 um etwa sieben Prozent auf rund 82.000 Dollar, teilte die Fed mit.

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Zugleich stieg der Anteil der Amerikaner, die mit hohen Schuldenzahlungen zu kämpfen haben deutlich an. 2025 gaben knapp 20 Prozent der US-Haushalte an, im vorangegangenen Jahr eine Kreditrate verspätet gezahlt zu haben. 2022 waren es noch 12,2 Prozent gewesen. Außerdem stieg der Anteil der Haushalte, die mindestens 40 Prozent ihres Einkommens für Schuldentilgungen aufwenden, auf 8,6 Prozent – den höchsten Wert seit mindestens zwölf Jahren.

msh/AP