SpOn 05.06.2026
21:52 Uhr

USA: Donald Trump plant offenbar Entlassungswelle bei Geheimdiensten


Die Behörden des US-Geheimdienstes werden kleiner: Noch vor Amtsantritt des neuen Koordinators Bill Pulte hat Trump ihn einem Bericht zufolge angewiesen, eine große Zahl von Mitarbeitern zu entlassen.

USA: Donald Trump plant offenbar Entlassungswelle bei Geheimdiensten

Auf die Geheimdienste der USA kommt offenbar eine groß angelegte Entlassungswelle zu. Dem »Wall Street Journal« zufolge  hat US-Präsident Donald Trump den ​designierten kommissarischen Geheimdienstkoordinator Bill Pulte angewiesen, mit der Entlassung einer großen Zahl von ‌Mitarbeitern zu beginnen.

Das Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste, das 18 Bundesbehörden und -einheiten beaufsichtigt, sei »unnötig und/oder zu groß«, sagte der Präsident demnach. »Ich hätte es gerne kleiner. ​Ich glaube, es gibt dort viele Leute, die da nichts zu suchen ⁠haben«, ⁠zitierte ihn die Zeitung.

Pulte soll das Amt am 30. Juni von der derzeitigen Amtsinhaberin Tulsi Gabbard übernehmen, ist jedoch ‌nur für maximal 210 Tage als kommissarischer ​Direktor vorgesehen. ‌Trump deutete am Donnerstag an, dass er den 38-jährigen Chef der Bundesbehörde für Wohnungsfinanzierung nicht als dauerhaften Direktor nominieren werde. Im Interview mit dem »Wall Street Journal« sagte er, Pultes zeitlich begrenzte Position sei ein Vorteil: Man sei weniger »gefesselt« und habe »mehr Macht«.

Bill Pulte

Bill Pulte

Foto: Bonnie Cash - via CNP / ZUMA Press Wire / IMAGO

Der Präsident war zuvor bereits im Bildungsministerium ähnlich vorgegangen. Ministerin Linda McMahon hatte die Abteilung stark reduziert und einige Aufgaben an andere Bereiche abgegeben.

Pulte verfügt über keine Erfahrung im Sicherheitsbereich. Demokraten ‌und einige Republikaner kritisieren die Ernennung scharf. Außenminister Marco Rubio erklärte bei einer Kongressanhörung am Mittwoch, er habe den Namen Pulte trotz seiner jahrelangen Tätigkeit ‌im Geheimdienstausschuss des Senats noch ​nie gehört.

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Pulte ‌hatte ​seine bisherige Position genutzt, um Ermittlungen wegen angeblichen Hypothekenbetrugs gegen mehrere vermeintliche Gegner Trumps ​voranzutreiben.

Der Chef der US-Geheimdienste ist einer der Topberater des Präsidenten und verfügt über ein Budget von mehr als 100 Milliarden Dollar im Jahr.

jah/Reuters