Wegen eines Parasiten sind mehr als 10.000 Menschen in den USA an Durchfall erkrankt. Der US-Gesundheitsbehörde CDC seien mehr als 12.255 weitere unbestätigte Fälle bekannt, die zusätzliche Untersuchungen erforderten. Bisher habe die Erkrankung zu 517 Krankenhausaufenthalten und zwei Todesfällen geführt, erklärte die Behörde weiter .
Die Todesopfer im US-Bundesstaat Michigan hatten erhebliche Vorerkrankungen, wie das Gesundheitsministerium des Bundesstaats erklärte. Die sogenannten Cyclosporiasis-Infektionen seien im Allgemeinen keine lebensbedrohlichen Erkrankungen.
Aktuell gibt es laut CDC 10.468 bestätigte Infektionen. Zuvor hatte die Behörde noch von 6707 bestätigten Fällen zwischen Anfang Mai und Ende Juli gesprochen. Das Gesundheitsministerium in Michigan meldete 11.508 Infektionen. Die Zahlen der CDC können hinter den Meldungen der Bundesstaaten zurückbleiben.
Eisbergsalat in Verdacht
Nahezu alle Bundesstaaten berichten mittlerweile von bestätigten Fällen. Für einen Ausbruch in neun Staaten haben die Behörden Eisbergsalat eines Lieferanten aus Mexiko als möglichen Verursacher im Blick. Die Ermittlungen dazu liefen, hieß es auf der CDC-Seite.
Der Parasit wird nach Angaben der CDC über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen. Er befällt den Dünndarm und verursacht wässrigen Durchfall mit häufigem, teils heftigem Stuhlgang.
Cyclospora-Ausbrüche treten in der Regel im Sommer auf und werden mit dem Verzehr von frischem Obst und Gemüse in Verbindung gebracht. Dazu gehören Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Basilikum, Koriander, Zuckererbsen, Zuckerschoten, zubereitetes Gemüse und verschiedene Salate. Die Erkrankung tritt seltener auf als andere Lebensmittelvergiftungen, etwa durch Salmonellen oder E. coli.
In den USA wurden jahrelang nur wenige Cyclospora-Ausbrüche gemeldet. Seit etwa zehn Jahren steigt die Zahl. 2018 und 2019 gab es einen deutlichen Anstieg. Mit etwa 4700 Fällen wurden im Jahr 2019 die zuvor meisten Cyclospora-Fälle in den USA gemeldet.
