SpOn 21.07.2026
10:39 Uhr

USA bieten Aluminiumherstellern Zollsenkung für höhere Produktion


Bei 50 Prozent liegt der Zollsatz für den Import von Aluminium in die USA. Nun stellt die Regierung Herstellern einen Rabatt in Aussicht: Wenn sie mehr in den USA produzieren.

USA bieten Aluminiumherstellern Zollsenkung für höhere Produktion

Die Trump-Regierung bietet Unternehmen der Aluminiumbranche Zollsenkungen an. Im Gegenzug sollen sie die Produktion in den USA ausweiten. Präsident Donald Trump unterzeichnete am Montag eine entsprechende Anordnung an den Handelsminister. Dieser soll nun ein Anreizprogramm für Unternehmen auflegen, damit diese »in den Bau, die Erweiterung oder die Modernisierung von Aluminiumhütten« investieren.

Unternehmen sollen demnach Geschäftspläne vorlegen. Im Falle einer Genehmigung können sie »eine angemessene Menge an Primäraluminium« zum halben geltenden Zollsatz einführen, wie das Weiße Haus erklärte. Aluminium sei insbesondere für die Rüstungsindustrie wichtig. Der Zollsatz für den Import von Aluminium liegt derzeit bei 50 Prozent.

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Trump hatte im vergangenen Jahr umfassende Zölle gegen Importe aus vielen Ländern verhängt. Einen Großteil der Aufschläge hatte der Oberste Gerichtshof im Februar für ungültig erklärt. Branchenspezifische Zölle wie die auf Stahl und Aluminium blieben jedoch bestehen.

Ebenfalls am Montag hatte Trump 50-prozentige Zölle auf eine Reihe von Waren aus dem Nachbarland Kanada verfügt. Als Grund wurde eine »diskriminierende Behandlung« von Alkohol-, Automobil- und Molkereiprodukten aus den USA durch die kanadische Regierung genannt. Kanada wies diese Vorwürfe umgehend zurück.

Die neuen Zölle sollen nach Angaben des Weißen Hauses in 30 Tagen in Kraft treten. Betroffen seien unter anderem Wein, Hockeyschläger und Zement aus Kanada. Betroffen sind auch Produkte, die unter das Freihandelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada fallen.

dab/AFP