SpOn 13.10.2026
20:08 Uhr

Uno-Menschenrechtsrat: Deutschland kehrt 2027 ins Gremium zurück


Ab 2027 ist die Bundesrepublik wieder im Uno-Menschenrechtsrat vertreten. Bei der Wahl in New York erhielt die Bundesrepublik deutlich mehr Stimmen als nötig.

Uno-Menschenrechtsrat: Deutschland kehrt 2027 ins Gremium zurück

Deutschland gehört ab nächstem Jahr wieder dem Uno-Menschenrechtsrat an. Die Mitglieder der Uno-Vollversammlung in New York gaben der Bundesrepublik Deutschland bei der entsprechenden Abstimmung 163 Stimmen, deutlich mehr als die notwendige Mehrheit. Neben Deutschland wurden auch Irland, Brasilien, Burundi, die Dominikanische Republik, Ghana, Japan, Kuwait, Jordanien, Nepal, Nigeria, die Republik Moldau, die Ukraine, Uruguay und Sambia für die Periode 2027 bis 2029 in das in Genf tagende Gremium gewählt.

Deutschland und Irland hatten sich um die beiden von Westeuropa zu besetzenden Plätze beworben. Da es keine Gegenkandidaten gab, galt die Wahl als sicher.

Kein Platz im Uno-Sicherheitsrat

Deutschland wird bereits zum sechsten Mal Mitglied des vor 20 Jahren gegründeten Gremiums. Zuletzt gehörte es von 2023 bis 2025 dem Menschenrechtsrat an. Mit einer Kandidatur für einen nicht ständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat war Deutschland Anfang Juni dagegen gescheitert. Bei der entsprechenden Abstimmung war Deutschland den EU-Staaten Portugal und Österreich unterlegen. Anschließend hatte es eine Diskussion über den Sinn der hohen deutschen Uno-Beiträge gegeben.

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Bundesaußenminister Johann Wadephul erklärte nach der Wahl, Deutschland werde die Mitgliedschaft nutzen, »um gemeinsam mit unseren Partnern den Menschenrechtsrat zu stärken und den Schutz von Menschenrechten weltweit zu verbessern«.

mgr/dpa