SpOn 10.08.2026
14:06 Uhr

WM-Boykott: Uefa führt offenbar Gespräche über Konkurrenzturniere zum Fifa-Wettbewerben


Europas Fußballverband hält im Konflikt mit der Fifa und Gianni Infantino weiter an einem WM-Boykott fest. Nun diskutiert die Uefa offenbar mit anderen Kontinentalverbänden die Organisation eigener Wettbewerbe.

WM-Boykott: Uefa führt offenbar Gespräche über Konkurrenzturniere zum Fifa-Wettbewerben

Der europäische Fußballverband Uefa führt laut Medienberichten erste Gespräche über mögliche internationale Turniere als Konkurrenz zu Fifa-Wettbewerben. Darüber berichten das Nachrichtenportal »Bloomberg«  und die britische Tageszeitung »The Independent«  unter Berufung auf mit diesen Gesprächen vertraute Personen. Demnach sind auch der nord- und mittelamerikanische Verband Concacaf sowie die Asiatische Fußballkonföderation (AFC) an den Gesprächen beteiligt.

Die Überlegungen befänden sich demnach noch in einem frühen Stadium. Sie wären die nächste Eskalationsstufe im Konflikt um Fifa-Präsident Gianni Infantino und dessen Pläne, einen Teil der WM-Rechte an Investoren zu verkaufen. Dagegen regte sich Widerstand, die Uefa droht mit einem Boykott von Fifa-Wettbewerben.

Der Weltverband verwarf die Pläne, die Boykottdrohung wurde dennoch von der Uefa erneuert. Es müsse sichergestellt werden, »dass derartige Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, niemals wieder unternommen werden«, formuliert die Uefa ihre Bedingung für ein Ende des Boykotts.

Laut den Berichten gehe es in den Gesprächen der drei Verbände darum, Spielerinnen und Spielern im Fall einer weiteren Zuspitzung Alternativen für internationale Wettbewerbe zu bieten. Als erstes Turnier könnte die Frauen-U20-WM betroffen sein, die am 5. September in Polen beginnt.

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In einem offenen Brief hatten Uefa, AFC und Concacaf Infantino zuletzt scharf kritisiert und ihm Täuschung vorgeworfen. Zugleich verlangen Uefa, AFC und Concacaf, dass eine Aufarbeitung der Vorgänge nicht durch die Fifa selbst, sondern durch eine unabhängige dritte Stelle erfolgt. Außerdem sollten Unterlagen zu dem Vorgang gesichert werden.

Nach dem Aus seiner Investorenpläne kämpft Fifa-Boss Gianni Infantino um seine Zukunft. Welche Rolle dabei der Emir von Katar spielt, lesen Sie hier.

luc