SpOn 11.07.2026
19:52 Uhr

Wimbledon: Linda Nosková aus Tschechien gewinnt Finale gegen Karolina Muchova


Beim wichtigsten Tennisturnier des Jahres standen sich zum ersten Mal seit Einführung des Profitennis zwei Tschechinnen gegenüber. Linda Nosková triumphiert, obwohl sie im zweiten Satz ihre Form verlor.

Wimbledon: Linda Nosková aus Tschechien gewinnt Finale gegen Karolina Muchova

Die tschechische Tennisspielerin Linda Nosková hat das Finale von Wimbledon gewonnen. Im Endspiel des bedeutenden Rasenturniers in London besiegte die 21-Jährige ihre Landsfrau Karolína Muchová in einem dramatischen Match 6:2, 5:7, 6:3. Für Nosková ist es der erste Sieg bei einem der vier Major-Turniere. Seit der Einführung des Profitennis 1968 war es das erste Endspiel bei einem der vier großen Turniere, bei dem sich zwei tschechische Spielerinnen duellierten.

Nosková setzte damit die Erfolgsstory ihres Landes im All England Club fort. Seit 2023 ist sie die dritte tschechische Wimbledon-Siegerin. Vor drei Jahren hatte Markéta Vondroušová triumphiert, zwölf Monate später jubelte dann Barbora Krejčíková. In Wimbledon folgt Nosková nun auf die Polin Iga Świątek, die sich 2025 ihren ersten Titel gesichert hatte.

Mit ihrem Triumph darf sich Nosková, die zuvor das Vorbereitungsturnier in Berlin sowohl im Einzel als auch im Doppel gewonnen hatte und jetzt ihre überragende Rasensaison krönte, über ein Preisgeld von umgerechnet 4,22 Millionen Euro freuen. In der Weltrangliste steht sie am Montag auf Platz sieben.

Nosková bricht im zweiten Satz ein

Muchová verpasste derweil in ihrem zweiten Grand-Slam-Finale erneut den großen Erfolg. 2023 hatte sie das Endspiel bei den French Open verloren. Die 29-Jährige, die sich in den Wochen vor Wimbledon in Bad Homburg durchgesetzt hatte, kassiert immerhin ein Preisgeld von rund 2,11 Millionen Euro und steigt in der Weltrangliste von Platz neun auf Rang sechs auf.

In einer zunächst einseitigen Partie machte Nosková von Beginn an Druck, nach einem ersten Break lag sie schnell 3:1 vorn. Nach nur 31 Minuten ließ sie ein zweites folgen und schnappte sich den ersten Durchgang. In Satz zwei führte Nosková bereits mit 5:2 – zeigte dann aber plötzlich Nerven, vergab fünf Matchbälle und gab den Durchgang noch ab. Erst in Satz drei fand sie wieder zu ihrem Spiel.

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Am Sonntag will dann Alexander Zverev nachziehen. Nur fünf Wochen nach seinem erlösenden Triumph bei den French Open steht er in seinem ersten Wimbledonfinale. Für seinen zweiten Grand-Slam-Titel nacheinander muss er seinen italienischen Angstgegner Jannik Sinner, gegen den er die letzten neun Spiele alle verlor, bezwingen. Zverev wäre der erste männliche Sieger aus Deutschland seit Michael Stich 1991.