Welt 18.08.2026
16:54 Uhr

34-Jähriger bei Messerangriff vor der Drogenberatung Drob Inn lebensgefährlich verletzt


Ein 34-Jähriger wurde vor der Drogenberatungsstelle Drob Inn nahe des Hamburger Hauptbahnhofs bei einer Auseinandersetzung mit einem Bekannten durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Die Mordkommission ermittelt.

34-Jähriger bei Messerangriff vor der Drogenberatung Drob Inn lebensgefährlich verletzt

Ein 34 Jahre alter Mann ist am Dienstagvormittag in Hamburg-St. Georg durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich die Tat gegen 10.30 Uhr im Bereich des August-Bebel-Parks am Besenbinderhof. Der Tatort befindet sich nahe der Drogenberatung Drob Inn. Nach den bisherigen Erkenntnissen geriet der 34-Jährige dort mit einem Bekannten in eine körperliche Auseinandersetzung. Im weiteren Verlauf soll der Angreifer den Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Anschließend flüchtete die tatverdächtige Person den Angaben zufolge auf einem Fahrrad in Richtung des Bahnhofs Berliner Tor. Alarmierte Rettungskräfte versorgten den Verletzten vor Ort und brachten ihn unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus. Dort wurde der Mann notoperiert. Nach Angaben der Polizei befindet er sich inzwischen außer Lebensgefahr. Eine Fahndung mit mehreren Funkstreifenwagenbesatzungen führte zunächst nicht zum Antreffen des Tatverdächtigen. Die gesuchte Person soll ein rotes Oberteil sowie eine blaue kurze Jeans getragen haben. Ermittlungen laufen Die Ermittlungen hat die Mordkommission des Landeskriminalamts übernommen. Sie führt diese in enger Abstimmung mit der für Kapitaldelikte zuständigen Abteilung der Staatsanwaltschaft Hamburg fort. Nach Angaben der Polizei gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass beide Beteiligten der örtlichen Betäubungsmittelszene zuzuordnen sind. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zur tatverdächtigen Person geben können oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 040 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. Immer wieder Auseinandersetzungen Erst Anfang August war ein 51 Jahre alter Mann nach einem Streit auf dem August-Bebel-Park durch Messerstiche lebensbedrohlich verletzt worden. Zuvor hatte es laut Polizei eine körperliche Auseinandersetzung mit einem anderen Mann gegeben, der daraufhin zugestochen haben soll. Der Tatverdächtige wird noch gesucht. Der August-Bebel-Park gilt als Treffpunkt der harten Drogenszene und befindet sich nur wenige Gehminuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt. Teilweise versammeln sich auf dem mittlerweile umzäunten Gelände mehrere hundert Süchtige.