Welt 27.07.2026
09:33 Uhr

„Aus dem Weg, du Idiot!“ Piastris Wut auf Carlos Sainz


Oscar Piastri rast in Budapest in Richtung Sieg – und hängt plötzlich hinter Carlos Sainz fest, der „um den letzten Platz kämpft, als ginge es um die Weltmeisterschaft“. Der Wutausbruch des McLaren-Piloten trifft einen Spanier in einer Saison voller Frust.

„Aus dem Weg, du Idiot!“ Piastris Wut auf Carlos Sainz

Auf Podestkurs liegend beim Formel-1 (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/formel1/) -Rennen von Ungarn bekam es Oscar Piastri beim Überrunden der Konkurrenz plötzlich vor sich mit Carlos Sainz zu tun. Und der spanische Williams-Fahrer trieb den australischen McLaren-Piloten zur Weißglut. „Aus dem Weg, du Idiot! Oh mein Gott“, schrie Piastri während des Grand Prix in Budapest, den dessen Teamkollege Lando Norris vor Max Verstappen im Red Bull gewinnen sollte. Sainz steckte zwar mit Ex-Weltmeister Fernando Alonso (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/fernando-alonso/) von Aston Martin in einem Duell, beide hatten aber mit dem Spitzenkampf überhaupt nichts zu tun. „Das macht einen fuchsteufelswild, da geht es um die Goldene Ananas“, befand Sky-Experte Ralf Schumacher und bezeichnete das Fahrverhalten des Spaniers als „absolutes No Go“. Und dann auch noch das Getriebe Zu allem Unglück berührten sich Piastri und Sainz auch noch. Das kostete den Australier wertvolle Zeit, wodurch sein McLaren-Stallrivale Lando Norris (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/lando-norris/) nach dessen zweitem Boxenstopp in der 39. Runde knapp vor ihm auf die Strecke zurückkehrte. „Er hat mit Fernando um den letzten Platz gekämpft, als ginge es um die Weltmeisterschaft. Das hat mich die Führung im Rennen gekostet. Er ist sonst ziemlich kritisch gegenüber anderen“, klagte Piastri nach dem Rennen, in dem er wenige Runden vor Schluss seinen Wagen wegen eines Getriebeschadens vorzeitig abstellen musste. Piastri tobt: „Inakzeptabel“ Sainz wiederum empfand den Vorfall als normale Rennsituation. Piastri habe sich „in seinem toten Winkel“ befunden. „Daher war es für mich unmöglich, ihm auszuweichen“, sagte der Spanier, der mit nur sechs WM-Punkten in einer absolut frustrierenden Saison steckt. „Es ist mir eigentlich egal, ob er mich nicht gesehen hat“, zischte Piastri: „Die Tatsache, dass er mich nicht gesehen hat und niemand ihn darauf hingewiesen hat oder dass es an umfassender Aufmerksamkeit gemangelt hat, ist inakzeptabel.“ Bis zum Neustart der Formel 1 nach der Sommerpause am 23. August in Zandvoort haben Piastri und Sainz genug Zeit, um sich abzuregen.