Nach den Brandanschlägen auf das Berliner Stromnetz Anfang des Jahres fordert der designierte CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin, Stefan Evers, eine deutlich robustere Sicherheitsarchitektur. „Der Staat muss auf solche Anschläge mit Härte antworten. Täter müssen konsequent verfolgt werden. Und wir müssen noch besser vorbereitet sein: Klare Führungsverantwortung, ein gemeinsames Lagezentrum, regelmäßige Übungen und eine Verwaltung, die auch im Ausnahmefall handlungsfähig bleibt“, sagte er im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (verlinkt auf https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/stefan-evers-cdu-spitzenkandidat-fuer-berlin-im-interview-accg-201021646.html) . Die Teilnahme der Senatskanzlei mit einem eigenen Wagen beim Christopher Street Day (CSD) verteidigte der derzeitige Finanz- und Kultursenator. „Der CSD gehört zur DNA Berlins“, erklärte er. Dass Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6a4fcb9fa6db83ce8f1247bd/julia-kloeckner-das-ist-eine-garantie-dafuer-dass-es-unruhig-im-land-wird.html) , ebenfalls von der CDU, eine Teilnahme der Verwaltung als Verstoß gegen die staatliche Neutralitätspflicht betrachtet, störe ihn nicht. Er sagte: „Die Union ist eine Volkspartei. Deshalb halten wir unterschiedliche Auffassungen aus. In dieser Frage bin ich klar: Der CSD steht für Vielfalt, Respekt und Menschenwürde. Dafür tritt unser Berlin sichtbar ein.“ Am Freitag hatte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner erklärt, seine Spitzenkandidatur für die Wahl des Abgeordnetenhauses im September zurückzuziehen. Wegner stand zuvor seit Monaten wegen seines Umgangs mit dem massiven Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres in der Kritik. Der nun an Wegners Stelle antretende Evers betonte im FAZ-Interview, er stehe zu den Erfolgen der bisherigen Regierung. „Berlin ist heute besser aufgestellt als noch vor drei Jahren – bei den Bürgerämtern, der inneren Sicherheit oder der Bildung. Gleichzeitig beginnt mit meiner Kandidatur ein neues Kapitel. Ich habe meinen eigenen Kopf und meinen eigenen Stil.“ Seine Stärke liege im Management. „Aber ich mache keine Politik aus dem Elfenbeinturm.“ Er stehe für einen „modernen Konservatismus“, erklärte er. „Und ich werde alles tun, eine linksgrüne Regierung in Berlin zu verhindern. Die Linkspartei will mit ihrer Enteignungspolitik unsere Soziale Marktwirtschaft zerstören, sie hat ein Antisemitismusproblem, sie will unsere Polizei schwächen.“