US-Präsident Donald Trump nimmt ein weiteres Bauprojekt am Weißen Haus in Angriff. Auf dem Rasen vor dem Präsidentensitz wird ein neuer Hubschrauberlandeplatz entstehen, wie Trump am Montag ankündigte. „Darauf ist das Siegel des Weißen Hauses in Granit eingraviert“, sagte Trump. „Es ist wirklich wunderschön.“ Der Bau sei nötig, damit dort neue Modelle des Präsidentenhubschraubers „Marine One“ landen könnten. Tatsächlich haben die Bauarbeiten bereits begonnen – und zwar auf dem Südrasen, wo bis vor kurzem noch ein Kampfsportring stand, den Trump zu seinem 80. Geburtstag errichten ließ. Trump sagte, die Kosten in Höhe von sechs Millionen Dollar würden privat finanziert. Das hatte er zunächst auch bei seinem geplanten Ballsaal versprochen, dann aber eingeräumt, dass ein Teil der Kosten doch von den Steuerzahlern getragen werden muss. Sikorsky Aircraft, eine Tochtergesellschaft des Rüstungskonzern Lockheed Martin (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6a4c1cd84f3f2f50755b6132/nato-gipfel-europa-schnuert-us-raketendeals-und-sendet-damit-eine-klare-botschaft-an-washington.html) , soll den Hubschrauberlandeplatz bezahlen. Auf die Frage nach den Kosten des Projekts und dem Zeitplan für dessen Fertigstellung teilte Lockheed Martin mit, es sei eine Spende an den „Trust for the National Mall“ die gemeinnützige Organisation der Nationalparkbehörde, die das Areal verwaltet. Alle geltenden Gesetze und Vorschriften seien dabei eingehalten worden. Im Jahr 2024 hatte Sikorsky eine neue Hubschrauberflotte für den Einsatz als Präsidentenhelikopter „Marine One“ fertiggestellt. Trump erklärte, die neuen Hubschrauber seien leistungsstärker als ihre Vorgänger aus der Zeit des Vietnamkriegs und könnten nicht auf dem Rasen des Weißen Hauses landen, ohne das Gras zu beschädigen. „Es ist nicht so, dass sich das Gras verfärbt – es wird regelrecht herausgerissen“, sagte der Präsident. Trump kündigt kugel- und drohnensicheren Ballsaal an Zudem hat Trump seine umstrittenen Pläne für den neuen Ballsaal im Weißen Haus (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article69ca1b38fce0493de30eea31/weisses-haus-us-militaer-baut-laut-trump-gewaltigen-untergrundkomplex-unter-ballsaal.html) erneut verteidigt und dabei vor allem Sicherheitsaspekte hervorgehoben. Der Neubau werde „kugelsicher“, „drohnensicher“ und in vielen Fällen sogar „raketensicher“ sein. Geplant seien besonders widerstandsfähige Stahl- und Glasstrukturen sowie ein Landeplatz für Drohnen auf dem Dach. Trump bezeichnete den neuen Ballsaal als „großen Dienst“ für die nationale Sicherheit. Der Saal wird seit dem Herbst 2025 auf dem Gelände des ehemaligen Ostflügels des Weißen Hauses errichtet. Nach Angaben des Weißen Hauses soll der mehrere tausend Quadratmeter große Erweiterungsbau künftig deutlich größere Staatsbankette ermöglichen als das bisher genutzte Gebäude. Das Projekt ist wegen der Kosten, des Vergabeverfahrens und Eingriffen in das historische Ensemble des Weißen Hauses stark umstritten und war mehrfach Gegenstand von Gerichtsverfahren. Trump monierte, es werde heutzutage wegen jeder Kleinigkeit geklagt – wegen der Größe des Saals oder der Farbe der Decke. Besonders, wenn man Trump heiße, werde man verklagt.