Welt 09.10.2026
12:39 Uhr

Festnahmen im Formel-1-Fahrerlager


Singapur hat strenge Gesetze. Dies bekommen vor dem Grand Prix auch die Formel-1-Teams zu spüren. Im Fahrerlager kommt es zu Festnahmen, obwohl die Teams zuvor ihre Mitarbeiter sensibilisiert haben.

Festnahmen im Formel-1-Fahrerlager

Dramatische Entwicklungen rund um den Großen Preis von Singapur (Sonntag, 14 Uhr, Sky und im WELT-Liveticker) (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/motorsport/formel-1/co557/singapur-grand-prix/ma11135817/liveticker/) . Nach Informationen der „Bild“ wurden am Freitag am Eingang des Fahrerlagers gleich mehrere Personen festgenommen. Bei Taschenkontrollen wurden bei den Personen Vape-Geräte und Zigaretten (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/zigaretten/) , die bei der Einreise nach Singapur (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/gp-singapur/) nicht versteuert wurden, gefunden. Im Stadtstaat ist das Vapen verboten, eingeführte Rauchwaren müssen am Flughafen (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/flughaefen/) angemeldet werden. Bei den Festgenommenen soll es sich um Mitglieder von Formel-1-Rennställen handeln. Für die Verantwortlichen Grund genug, die Teams in einem Rundschreiben nochmal an die lokalen Gesetze zu erinnern. Das hatte der Veranstalter allerdings schon vor dem Wochenende getan. Schon die Nutzung kostet bis zu 10.000 Dollar (7000 Euro) Strafe. Schon in den letzten Jahren war es rund um den Singapur-Grand-Prix immer wieder zu Problemen gekommen. Letztes Jahr wurden 37 Personen mit verbotenen E-Zigaretten (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/e-zigarette/) erwischt und mit Geldstrafen belegt. Darunter waren 32 ausländische Besucher und fünf Einheimische. Im Jahr zuvor waren es noch etwa 200 Menschen. Weil in Singapur (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/singapur/) auch die Einfuhr und der Verkauf von Kaugummis verboten sind, verzichten die Teams im Fahrerlager komplett auf Bubblegum. Audi (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/audi/) verteilt stattdessen Minz-Bonbons an Fahrer, Mitarbeiter und Gäste. 7000 Euro Strafe für das Füttern von Tauben Singapur stellt noch weitere Dinge unter Strafe, die anderswo nicht mal bemerkt werden. Wer Tauben füttert, kann schon beim ersten Mal zu einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Singapur-Dollar (umgerechnet ca. 7000 Euro) verdonnert werden. Im Wiederholungsfall droht sogar das Doppelte. Weitere Beispiele: • Sich nackt in der eigenen Wohnung zeigen, die von außen einsehbar ist: Es drohen 2000 Singapur-Dollar (ca. 1400 Euro) Bußgeld. • Die Straße abseits von offiziellen Übergängen oder bei roter Ampel überqueren: 1000 Dollar (ca. 700 Euro). • Auf den Boden spucken: 2000 Dollar. • Fremdes WLAN ohne Erlaubnis des Besitzers benutzen: Im Wiederholungsfall bis zu 20.000 Dollar (14.000 Euro) und sogar eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren.