Welt 10.07.2026
23:28 Uhr

„Geschäftsgeheimnisse gestohlen“ – Apple reicht Klage gegen ChatGPT-Macher ein


Der Diebstahl sei Teil eines „koordinierten Musters von Fehlverhalten“, heißt es in der in Kalifornien eingereichten Klage. Zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter werden beschuldigt.

„Geschäftsgeheimnisse gestohlen“ – Apple reicht Klage gegen ChatGPT-Macher ein

Apple hat dem ChatGPT-Hersteller OpenAI vorgeworfen, im Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben. Der Diebstahl sei Teil eines „koordinierten Musters von Fehlverhalten auf institutioneller Ebene“ bei OpenAI, hieß es in einer Klage, die Apple am Freitag bei einem Gericht in Kalifornien einreichte. Er stehe im Zusammenhang mit dem Versuch von OpenAI, eine eigene Hardware für ChatGPT zu entwickeln. „In diesem Fall geht es darum, dass ehemalige Mitarbeiter von Apple Geschäftsgeheimnisse von Apple zum Vorteil von OpenAI gestohlen haben“, heißt es in der Klageschrift. „Apple reicht diese Klage ein, um dem ein Ende zu setzen.“ Weiter heißt es: „Das noch junge Hardware-Geschäft von OpenAI (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/openai/) ruht nun auf äußerst wackeligen Fundamenten und ist durch die illegale Nutzung missbräuchlich angeeigneter Geschäftsgeheimnisse bis ins Mark verdorben.“ Zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter als Beklagte Zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter, die nun für OpenAI tätig sind, werden ebenfalls als Beklagte genannt. Der eine ist Tang Tan, der an der Entwicklung des iPhones (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/iphone/) , der Apple Watch (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/apple-watch/) und des iPods (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/iPod/) mitgewirkt hat und nun Chief Hardware Officer bei OpenAI ist. Tan soll unter anderem Apple-Mitarbeiter aufgefordert haben, zu Job-Interviews für Arbeitsplätze bei OpenAI Bauteile des Konzerns mitzubringen. Der andere ist Chang Liu, ein ehemaliger Elektroingenieur, dem Apple nach eigenen Angaben einige seiner sensibelsten Produktentwicklungsprojekte anvertraut hatte, bevor Liu Apple (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/apple/) verließ, um Anfang dieses Jahres zu OpenAI zu wechseln. Er soll Apple zufolge über einen mitgenommenen Computer als OpenAI-Beschäftigter auf vertrauliche Daten seines früheren Arbeitgebers zugegriffen haben. OpenAI entgegnete in einer Stellungnahme beim Finanzdienst Bloomberg, man habe kein Interesse an Geheimnissen anderer Unternehmen. Die Firma bleibe fokussiert darauf, innovative Technologie zu entwickeln.