Welt 13.03.2026
17:18 Uhr

Iran kontert Trumps Warnung – „Niemand kann uns ausschließen“


Irans Fußball-Nationalteam lässt sich von Donald Trumps WM-Mahnung nicht einschüchtern und geht auch verbal zum Gegenangriff über. Der Verband kritisiert die Sicherheitslage im Gastgeberland USA.

Iran kontert Trumps Warnung – „Niemand kann uns ausschließen“

Der iranische Fußballverband hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/article69b2e5786da168ad8c0769a0/donald-trump-nicht-angemessen-us-praesident-raet-iran-von-teilnahme-an-fussball-wm-ab.html) zur Teilnahme an der WM in diesem Sommer zurückgewiesen. Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass das Land bei der Weltmeisterschaft dabei sei. „Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschließen. Das einzige Land, das ausgeschlossen werden könnte, ist eines, das lediglich den Titel „Gastgeber“ trägt, aber nicht in der Lage ist, die Sicherheit der an diesem globalen Ereignis teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten“, teilte der WM-Teilnehmer auf Instagram mit. Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify (verlinkt auf https://open.spotify.com/show/7CX3rSNRL11YEnW7IzkWIS?si=82f337b82c6b4e32&nd=1&dlsi=56417d9ce6fc406c) , Apple Podcasts (verlinkt auf https://podcasts.apple.com/de/podcast/weltmeister/id1852960967) oder direkt per RSS-Feed (verlinkt auf https://weltmeister.podigee.io/feed/mp3) . Trump hatte zuvor zwar bekräftigt, dass der Iran und seine Fußball-Nationalmannschaft bei der XXL-Endrunde willkommen seien. „Aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist, dass sie dort ist – um ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit willen“, teilte der 79-Jährige auf seiner Plattform Truth Social mit. Das iranische Nationalteam konterte nun, dass die Fifa die Entscheidungen treffe – „und nicht ein einzelnes Land“. Iran soll Gruppenspiele in den USA austragen Die Männer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni. In der Gruppenphase trifft der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten. Alle drei Spiele werden in den USA ausgetragen, darunter auch das sogenannte „Pride-Spiel“ am 26. Juni in Seattle gegen Ägypten. Die Stadt will dann die LGBTQ+-Gemeinschaft feiern. Die Auslosung hatte zufällig dafür gesorgt, dass zwei muslimische Länder aufeinandertreffen, in denen Homosexualität unterdrückt wird. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus. Das Land will anscheinend dennoch nicht auf eine Teilnahme verzichten: Mehdi Tadsch, Präsident des iranischen Fußballverbands, sprach von einem „Alternativplan“, im Rahmen dessen der Fußballverband die Vorbereitungen auch unter den derzeitigen Kriegsbedingungen fortsetze. Ausgefallene Spiele würden „in anderer Form“ ausgetragen, sagte er, ohne weitere Details zu nennen.