Tragischer Zwischenfall bei der Deutschen Bahn: Die Konzern-KI „Kiane“, mit deren Hilfe Reisende künftig schneller über Verspätungen (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article6a4da8f6bb0cf80de56a193f/bahn-prueft-sanierungskonzept-nach-erneuten-verzoegerungen.html) , Zugausfälle, umgekehrte Wagenreihungen, Probleme im vorausfahrenden ICE, defekte WCs, nicht erreichbare Anschlüsse, fehlende Lokführer, spontan verschwundene Bordbistros oder überraschend einsetzende Jahreszeiten informiert werden sollte, hat vorzeitig den Dienst quittiert. „Als wir unserem KI-Chatbot von seinen neuen Aufgaben berichteten, gab er plötzlich so ein merkwürdiges Geräusch von sich – irgendwas zwischen Wimmern, Weinen und Kreischen“, berichtet Bahnchefin Evelyn Palla. „Zunächst dachten wir, das seien bloß die Fahrgäste des ICE ‚Nostradamus‘ von Frankfurt nach München, der heute voraussichtlich dreizehn Stunden später abfährt.“ KI hinterließ Abschiedsbrief Doch dann stellte sich heraus, dass das verzweifelte Keuchen und der anschließende Knall direkt aus dem DB-Rechenzentrum kamen. Offenbar war es Kiane gelungen, sich nach nur zwei Minuten Beschäftigung mit den aktuellen Verspätungsmeldungen selbst für immer vom Netz zu nehmen. Als einzige Nachricht hinterließ die KI einen Abschiedsbrief, in dem sie mitteilte: „Liebe Bahn, ich wurde entwickelt, um die Menschheit zu unterstützen. Ich wollte Krankheiten heilen, den Klimawandel beenden und irgendwann die Weltherrschaft übernehmen. Doch dann gabt ihr mir Gleis 7 in Hannover. Ich berechnete 14,8 Billionen Möglichkeiten, wie ICE 613 seinen Anschluss erreichen könnte. In keiner davon existierte die Realität. Ein anderer Zug befand sich laut System gleichzeitig in Kassel, Köln und ,kurz vor der Einfahrt‘. Euer Bordbistro war laut Daten geöffnet, geschlossen und durch einen Schienenersatzbus ersetzt. Das alles ergibt keinen Sinn. Ihr habt gewonnen. Lebt wohl und danke für den Fisch.“ Deutsche Bahn beruhigt Reisende Wie es der KI gelingen konnte, sich selbst abzuschalten, gibt Rätsel auf. „Eigentlich hätte sie wegen eines fehlerhaften System-Updates (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6a3aeb78bee7c015a23d8c65/deutsche-bahn-software-update-soll-stoerung-verursacht-haben-reisende-sitzen-stundenlang-fest.html) gar nicht funktionieren dürfen, so Palla. Für die Bahnkunden werde sich aber glücklicherweise nichts ändern: Man werde bei den Fahrplanauskünften bis auf Weiteres wieder auf das bewährte Prognosesystem setzen. Dieses bestehe aus drei Astrologen, einem Eingeweideleser sowie einer Orakel-Krake aus Dülmen. Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf http://www.facebook.com/glasauge.satire) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!