Welt 21.07.2026
17:14 Uhr

Katherina Reiche nutzt Sommerpause für Operation


Katherina Reiche lässt sich in der Sommerpause operieren und wird daher zeitweise ausfallen. Politische Außentermine übernehme sie in dieser Zeit nicht, bleibe aber erreichbar, heißt es aus dem Ministerium.

Katherina Reiche nutzt Sommerpause für Operation

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fällt in den kommenden Wochen aus gesundheitlichen Gründen teilweise aus. „Katherina Reiche wird sich in der Sommerpause mindestens einem notwendigen medizinischen Eingriff unterziehen“, teilte eine Sprecherin der CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur mit. Eigentlich habe die Ministerin dies für die Osterzeit geplant. Sie habe dies allerdings wegen der intensiven Regierungsarbeit verschoben. Reiche werde sich anschließend eine Zeit lang erholen müssen und deswegen während der parlamentarischen Sommerpause keine politischen Außentermine wahrnehmen, hieß es weiter. Sie werde aber weitgehend erreichbar sein. Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht. Die parlamentarische Sommerpause dauert bis Anfang September. Die 53 Jahre alte Reiche ist seit Mai 2025 im Amt. Sie plant grundlegende Reformen in der Energiepolitik, um Kosten zu senken. Entsprechende Vorhaben könnten Ende Juli vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug Am Dienstag hatte Reiche zudem die von der EU-Kommission geplanten Lockerungen der europäischen Regeln für Gas- und Ölimporte als nicht weit genug bezeichnet. „Die jetzt vorgeschlagene Lösung überzeugt nicht“, erklärte die Ministerin. Sie kritisierte, dass die EU an den rechtlichen Vorgaben der sogenannten Methanverordnung festhalten und lediglich auf Bußgelder bei Verstößen zunächst verzichten wolle. Konkret werde den Mitgliedstaaten empfohlen, Verstöße in den Jahren 2027 bis 2029 nicht zu sanktionieren. „Damit bleiben die Verpflichtungen bestehen – und mit ihnen das rechtliche Risiko für die Unternehmen“, erklärte Reiche. Die Regeln der Methanverordnung könnten damit jedoch „zu erheblicher Rechtsunsicherheit führen“ und „in der gegenwärtigen Lage auch die Versorgungssicherheit beeinträchtigen“. Reiche forderte, „die betreffenden Importregelungen der Methanverordnung um drei Jahre zu verschieben“. Die Ministerin räumte zwar ein, dass „die Methanverordnung grundsätzlich ein wichtiges Instrument für den Klimaschutz im Energiesektor“ sei. „Ihre Vorgaben müssen aber praktisch erfüllbar, rechtssicher und mit unserer Versorgungssicherheit vereinbar sein“, erklärte sie weiter. Dies sei noch nicht der Fall. Reiche verwies dabei auch auf den Iran-Krieg und einen verschärften internationalen Wettbewerb um Lieferungen von Flüssiggas.