Die Veranstalter des Christopher Street Day (CSD) in Köln (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6a4b38c60b14ed961bb53595/christopher-street-day-1-5-millionen-menschen-feiern-csd-in-koeln-karl-lauterbach-und-claudia-roth-nehmen-teil.html) sprachen von rund 65.000 Teilnehmern an der Parade mit rund hundert Wagen – darunter auch Wagen politischer Parteien. Um den CDU-Truck gibt es im Nachgang an die Parade jedoch Aufregung. Auf Videos, die in den sozialen Medien kursieren, ist zu sehen und zu hören, wie der CDU-Truck im Vorbeifahren von dutzenden Passanten lautstark ausgebuht wird (verlinkt auf https://www.instagram.com/reels/Daaf_atogQX/) . Viele drücken ihren Unmut über die Teilnahme der CDU an der Parade aus, indem sie mit dem Daumen nach unten zeigten. In einem anderen Video sind mehrfach „Merz leck Eier“-Rufe zu hören. In einem anderen Video zeigen Passanten den Passagieren des CDU-Trucks unter Buh-Rufen den Mittelfinger. Während sich die meisten unbeeindruckt geben, formen manche Herzen in Richtung der aufgebrachten Menge. Inzwischen äußerte sich auch die CDU zu den Anfeindungen. „Jede demokratische Partei muss mit Kritik und Buhrufen klarkommen, so auch wir“, räumen die CDU- und LSU-Vertreter gegenüber dem „ Kölner Stadtanzeiger (verlinkt auf https://www.ksta.de/koeln/buhrufe-und-beleidigungen-vorsitzende-aeussern-sich-zu-reaktionen-auf-cdu-wagen-beim-csd-in-koeln-1319008) “ ein. Doch wenn Kritik in Beleidigung umschlage, sehen sie eine Grenze überschritten. „Das darf nicht sein, denn ein CSD steht für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt. Zum CSD gehört damit auch die Anerkennung, dass LSBTIQ+-Menschen unterschiedliche politische Überzeugungen haben und sich in verschiedenen demokratischen Parteien engagieren.“ Bei der LSU handelt es sich um die Interessenvertretung von „Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transidenten und Intergeschlechtlichen in der CDU/CSU“. Die diesjährige Parade stand unter dem Motto „Für Queerrechte – Viele. Gemeinsam. Stark!“. Begleitet wurde der CSD Köln von einem mehrtägigen Straßenfest in der Kölner Innenstadt. Rund 200 Gruppen von Lesben und Schwulen nahmen teil. Sie demonstrierten für mehr gesellschaftliche Akzeptanz und die rechtliche Gleichstellung von Schwulen, Lesben, Transgender und Bisexueller. Wie in den vergangenen Jahren nahmen auch wieder Politiker an dem Kölner CSD teil, darunter der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Grünen-Politikerin Claudia Roth.