Es geht für Werder Bremen um den Klassenerhalt. Das Spiel beim VfL Wolfsburg kann im Abstiegskampf vorentscheidenden Charakter haben. Tausende Fans haben sich aus Bremen auf dem Weg ins 190 Kilometer entfernte Wolfsburg gemacht. Doch nicht alle von ihnen sind während des Spiels im Stadion. Wieder einmal sorgten Ultras für Ärger, wieder einmal solidarisierten sich andere Fans mit den Krawallmachern und verließen aus Protest den Fanblock. Wenige Minuten vor dem Anpfiff verließen die Werder-Ultras den Gästeblock, weil vor dem Stadion andere Ultras von der Polizei festgehalten wurden. Auf der Plattform X kursieren Videos, die Zusammenstöße zwischen Bremer Fans und der Polizei zeigen. „Die Ultras liefern sich wie früher im Wilden Westen ein Stare-Down mit der Polizei. Es ist irgendwas vorgefallen. Die stehen sich gegenüber und niemand zuckt. Keiner macht den ersten Schritt. Deshalb sind die Ultras noch nicht drin“, sagte DAZN-Moderator Benni Zander zwölf Minuten vor dem Anpfiff. Wie die Polizei Wolfsburg auf ihrem WhatsApp-Kanal mitteilte, seien im Aufgang zum Gästebereich Ordner massiv angegriffen worden, sodass die Einsatzkräfte einschreiten mussten. Es sei zu mehreren Festnahmen von Gästefans gekommen. Wieder fällt das Wort „unverhältnismäßig“ Offensichtlich wegen dieser Festnahmen solidarisierten sich die Ultras und verließen das Stadion. Damit ließen sie auch ihr eigenes Team im Stich. So muss die Mannschaft beim Abstiegs-Duell in Wolfsburg ohne die Unterstützung der Ultras auskommen. Der VfL Wolfsburg teilte mit: „Es gab im Bereich des Gästeeingangs nach einem Versuch, nicht erlaubte Fanmaterialien einzuschmuggeln, einen massiven Angriff auf Wolfsburger Ordner. Anschließend folgte eine polizeiliche Maßnahme gegen Fans von Werder Bremen. Aufgrund dessen plant die Bremer Fanszene auf Basis der uns aktuell vorliegenden Informationen aktuell, das Stadion zu verlassen.“ Vor Spiel schrieb die Werder-Fanhilfe bei Bluesky: „Die Polizei begleitet die anreisenden Werder Fans mit einem Helikopter. Ein völlig unverhältnismäßiges Aufgebot für eine absolut friedliche Partie.“ Wie „unverhältnismäßig“ dies war, bewiesen die Bremer Fans vor dem Spiel, als sie mit Ordnern aneinandergerieten. Aber auch ohne die Ultras bestand Werder in Wolfsburg – das Team siegte dank des Tors von Justin Njinmah 1:0.