Russland hat die lokalen Vermögenswerte mehrerer europäischer Unternehmen unter vorübergehende staatliche Verwaltung gestellt. Einem Dekret von Präsident Wladimir Putin zufolge betrifft dies unter anderem den deutschen Verpackungshersteller Menshen. Der Internetseite des Unternehmens zufolge produziert Menshen mit Sitz im Sauerland unter anderem Verschlüsse und Spezialverpackungen und beschäftigt weltweit 1400 Mitarbeiter. Kreml verhängt Maßnahmen gegen weitere Firmen Zudem stehen auf der russischen Liste der französische Bodenbelagshersteller Tarkett, der schwedische Verpackungsproduzent Sverige International Holdings sowie der niederländische Verpackungshersteller Sonoco. Der Kreml erklärt, die Maßnahme sei eine Reaktion auf die Rolle der EU-Staaten in dem Krieg (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6ad1bb170e64c69ce0e15415/nato-ostflanke-maskierte-bewaffnete-dringen-in-lettland-ein-journalist-spricht-von-neuen-gruenen-maennchen.html) . Die Entscheidung sei jedoch „umkehrbar“. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte im vergangenen Monat die Beschlagnahme von Unternehmen und Vermögenswerten des französischen Handelskonzerns Auchan, des deutschen Handelsunternehmens Metro (verlinkt auf https://www.welt.de/wirtschaft/plus6aca1c96194cb627ee596f50/russland-geschaefte-trotz-sanktionen-jetzt-droht-die-kalte-enteignung.html) , der Baumarktkette Leroy Merlin und des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé angeordnet. Der Kreml begründete dies damit, dass die Unternehmen Ländern gehörten, die Russland als „unfreundlich“ einstuft und die die Ukraine unterstützen. Putin verärgert über Einfrieren russischer Vermögenswerte Putin kritisiert zugleich das Einfrieren russischer Vermögenswerte in Europa. Es sei „völlig inakzeptabel“, dass europäische Staaten Gold- und Devisenreserven der russischen Zentralbank eingefroren hätten und Erträge daraus zur Finanzierung der Ukraine verwendeten, sagte er kürzlich. Er warf westlichen Staaten zudem vor, Russland Vermögenswerte großer Unternehmen wie Gazprom, Rosneft und Lukoil „entrissen“ zu haben.