Welt 16.05.2026
12:27 Uhr

Tiger Woods zurück aus der Reha-Klinik, doch der Ärger bleibt


Nach fünf Wochen Reha in Zürich ist Tiger Woods zurück in den USA – doch andere Probleme sind damit nicht aus der Welt. Ein Richter öffnet der Staatsanwaltschaft den Zugang zu den Rezeptunterlagen des Golfstars.

Tiger Woods zurück aus der Reha-Klinik, doch der Ärger bleibt

Tiger Woods ist nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in einer Rehaklinik in der Schweiz in die USA zurückgekehrt. Anfang April hatte sich der 50-Jährige wegen Suchtproblemen in Behandlung begeben. Nun zeigen erste Fotos die Golf-Legende (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/golf/) bei der Landung in Palm Beach. Mit Sonnenbrille (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/sonnenbrillen/) , Kappe und Rucksack verließ Woods seine private Gulfstream G550, wie Aufnahmen des Portals „TMZ“ (verlinkt auf https://www.tmz.com/2026/05/14/tiger-woods-seen-after-rehab/) zeigen. Ruhig und äußerlich unbewegt ging er über das Rollfeld. Hinter ihm liegen rund fünf Wochen in einer exklusiven Klinik in Zürich (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/zuerich/) . Abgeschlossen ist die Angelegenheit für Woods damit allerdings nicht. Weiterhin muss er sich wegen des Vorwurfs, unter dem Einfluss berauschender Mittel gefahren zu sein, verantworten. In dieser Woche erlitt er vor Gericht eine Niederlage: Woods wollte verhindern, dass die Staatsanwaltschaft Einsicht in Unterlagen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten erhält. Ein Richter entschied jedoch zugunsten des Staates. Es geht um Rezeptunterlagen einer Apotheke aus dem Zeitraum Januar bis März, darunter Informationen zu Medikamenten, Dosierungen, Warnhinweisen und Abholungen. Woods hatte in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert und eine Verhandlung vor einer Jury beantragt. Die Vorwürfe umfassen Fahren unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln, Sachbeschädigung, fahrlässiges Fahren sowie die Verweigerung eines Drogentests. Tiger Woods verweigerte einen Drogentest Ende März hatte Woods einen Autounfall verursacht. Nach Angaben der ermittelnden Polizei war der Sportler mit seinem SUV auf einer Wohnstraße unterwegs, als er beim Überholen eines Fahrzeugs mit Anhänger die Kontrolle verlor. Sein Wagen streifte den Anhänger und kippte anschließend auf die Seite. Woods habe laut der Beamten deutliche Anzeichen von Beeinflussung gezeigt. Nach dem Unfall wurde Woods festgenommen und acht Stunden in Gewahrsam genommen, nachdem er einen Drogentest verweigert hatte. Kurz darauf äußerte er sich auf X zu seiner Festnahme und räumte erhebliche Probleme ein. Er sei sich des Ernstes der Lage bewusst und wolle professionelle Hilfe suchen: „Ich ziehe mich für eine Zeit zurück, um mich behandeln zu lassen und mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren.“ Er sei entschlossen, sich die Zeit zu nehmen, „um an einem gesünderen und stärkeren Punkt zurückzukehren – persönlich und beruflich“. Eine Fortsetzung seiner einmaligen Golfkarriere steht derzeit ob seiner gesundheitlichen Probleme ohnehin in den Sternen. Siebenmal wurde Woods bereits am Rücken operiert, bei einem anderen Autounfall hatte er beinahe ein Bein verloren. Sein bislang letztes reguläres Profiturnier bestritt Woods im Juli 2024 bei der Open Championship in Royal Troon in Schottland. Dort verpasste er nach Runden von 79 und 77 Schlägen den Cut. Während die besten Spieler der Welt derzeit um einen Major-Titel bei der PGA Championship (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/golf/article69fdd398591d4b3b0b719ccc/pga-championship-aufbruch-in-eine-neue-aera-der-golfsport-kehrt-zum-kern-zurueck.html) kämpfen (als ehemaliger Sieger genießt Woods ein lebenslanges Startrecht), könnte seine Zukunft bei den Senioren liegen. Auf der PGA Champions Tour dürfen Spieler ab 50 abschlagen – spielberechtigt wäre Woods also.