Nach dem Brand eines Busses in der Schweiz mit sechs Toten geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus und schließt einen terroristischen Hintergrund vorerst aus. Der Sprecher der Polizei im Kanton Freiburg, Martial Pugin, sagte am Mittwoch im Radiosender RTS (verlinkt auf https://www.rts.ch/info/regions/fribourg/2026/minute-par-minute/29178479.html) , eine „vorsätzliche Handlung“ sei derzeit „die bevorzugte Hypothese“ der Polizei. Hinweise auf einen möglichen Anschlag gebe es „zum jetzigen Zeitpunkt“ nicht. Was ist bekannt? Der Bus war am Dienstagabend gegen 18.25 Uhr an der Hauptstraße in Kerzers, einer Kleinstadt etwa 20 Kilometer westlich der Hauptstadt Bern, in Brand geraten. Videos in Onlinediensten zeigten meterhohe Flammen und schwarze Rauchwolken, die aus den Fenstern des Busses aufstiegen. Es handelt sich um ein Fahrzeug des Unternehmens Postauto, das in der Schweiz vor allem ländliche Gebiete verbindet. Nach Angaben der Polizei kamen sechs Menschen bei dem Brand ums Leben. Fünf weitere Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Unter den Verletzten ist auch ein Sanitäter. Die Zeitung „ Blick (verlinkt auf https://www.blick.ch/schweiz/freiburg/mehrere-tote-und-verletzte-postauto-brennt-lichterloh-in-kerzers-fr-id21769694.html) “ zitierte einen Augenzeugen, nach dessen Angaben ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Diese Angaben waren auch bei der Polizei eingegangen, wie eine Sprecherin sagte. Bestätigen könne sie das aber bislang nicht. Um 14 Uhr soll es eine Pressekonferenz der Behörden im Kanton Freiburg im Westen der Schweiz geben. Nach Angaben des Freiburger Staatsrats Romain Collaud handelte es sich bei dem betroffenen Bus nicht um ein Elektrofahrzeug. Auch wenn die Ursache des Unglücks noch geklärt werden müsse, könne die These eines brennenden Elektromotors ausgeschlossen werden. „Es handelte sich um einen Bus mit Verbrennungsmotor“, sagte er dem Sender RTS. Die Identifizierung der sechs Toten werde mehrere Tage dauern, erklärte er weiter. Es sei noch unklar, ob der mutmaßliche Brandstifter unter den Toten sei. Wie viele Personen an Bord des Busses waren, ist nicht bekannt. Augenzeuge: „Es war schrecklich“ Zeugen berichten dem Schweizer „ Tages-Anzeiger (verlinkt auf https://www.tagesanzeiger.ch/kerzers-fr-postauto-brennt-vollstaendig-aus-603028500438#4d65fc65-9c85-400d-8d55-db4f65498b3e) “ von sich rasch ausbreitenden Flammen, zwei lauten Knallen und Verletzten, die sich schreiend auf der Straße krümmten. „Es war schrecklich“, sagt Hans-Jürg Stocker, ein Anwohner, der nahe dem Tatort lebt. Viele Einwohner schildern ihre Fassungslosigkeit darüber, dass eine solche Tragödie ausgerechnet das eigene Dorf trifft, zumal es erst kürzlich einen tödlichen Unfall mit einem Traktor und ein Mofa gegeben hatte. Zwei Frauen, die in einem Gebäude unweit der Brandstelle arbeiten, berichten, sie hätten am Vorabend ebenfalls einen lauten Knall gehört und Menschen gesehen, die Gegenstände Richtung Bus warfen. „Wohl um die Scheiben einzuschlagen und die Leute zu befreien“, zitiert der „Tages-Anzeiger“ eine der Frauen. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin erklärte: „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der CH bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.“ Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus.