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29.05.2026
11:46 Uhr
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Die Regierung leide an Radikal-Reformitis, meint der Wirtschaftsweise Achim Truger. Statt die Sozialbeiträge zu senken, würde der Wirtschaft eher etwas anderes helfen.

Als der Sachverständigenrat für Wirtschaft diese Woche sein Frühjahrsgutachten vorlegte, waren sich vier der fünf Ökonomen einig: Die Bundesregierung muss harte Sozialreformen angehen und bei Pflege und Rente kürzen. Nur einer widersprach: Achim Truger, Professor für Sozioökonomie an der Universität Duisburg-Essen. Der Ökonom sitzt seit 2019 auf Vorschlag der Gewerkschaften in dem Gremium und meint, die Reformdebatte gehe insgesamt in die falsche Richtung. DIE ZEIT: Herr Truger, Sie sagen, die Bundesregierung leide an einer »Radikal-Reformitis«. Soll das heißen, wir brauchen gar keine Reform des Sozialsystems?