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17.08.2026
16:14 Uhr
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Endlich: In diesem Sommer ist die Kunst der DDR überall zu sehen – doch oft wird sie falsch verstanden und in ein Westschema gepresst. Was also tun?

Im Juni musste mir meine Mutter erstmals seit Langem ein Kunstwerk erklären. Seitdem ich in Kunstgeschichte promoviere, hatte sich die Erklärrichtung eigentlich umgekehrt. Als wir aber zusammen vor der hellgrün gestrichenen Innenwand des deutschen Pavillons auf der Venedig-Biennale standen, musste sie viele der gezeigten Gegenstände für mich identifizieren: hier das Konterfeit des jungen Ernst Thälmann, da das Profil des alten Wilhelm Pieck, hier eine NVA-Gasmaske, dort ein erzgebirgisches Holzdiorama. Nur den ostdeutschen Sandmann habe ich erkannt.