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04.10.2026
16:55 Uhr
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Schulleitungen und Lehrkräfte schlagen Alarm: Es gebe bald weniger Kurse, mehr Unterrichtsausfall, sogar die Klassenfahrt sei in Gefahr. Die Schulbehörde widerspricht.

An Hamburgs weiterführenden Schulen herrscht Unruhe: Die VLHGS, eine Vereinigung der Leitungen von Gymnasien, warnt vor »drastischen« Einsparungen. Die Elternkammer beklagt »Kürzungen auf Kosten der Kinder«. Und die Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft befürchtet »Chaos«. Ihnen allen geht es um die geplante »Erhöhung der Basisfrequenzen« ab dem kommenden Schuljahr 2027/28. Der Begriff dürfte vielen Menschen außerhalb des Schulsystems rätselhaft erscheinen. Die Folgen werden aber spürbar sein, warnen Fachleute. Denn die Basisfrequenzen regeln die Zuweisung von Personalmitteln an die Schulen. Steigen die Frequenzen, sinken die Mittel. Pointiert gesagt gibt es in Zukunft weniger Lehrkraft pro Kind. Das hat Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD) beschlossen, um ihre senatsinternen Sparauflagen zu erfüllen. Man beabsichtige »eine Reduzierung der Stellenzuweisungen«, bestätigt Behördensprecher Peter Albrecht auf Anfrage der ZEIT. Laut Berechnungen von Yvonne Heimbüchel und Nadine Utz, die sich im Gesamtpersonalrat der staatlichen Schulen in Hamburg engagieren, wird ein durchschnittliches vierzügiges Gymnasium 2,5 seiner bislang rund 45 Vollzeitstellen verlieren.