Zeit 16.03.2026
17:57 Uhr

(+) Moritz Rinke am Renaissance-Theater: Diese Zukunft könnte bald von gestern sein


Das neue Stück von Moritz Rinke läuft jetzt in Berlin. Wir lernen: Menschen und Maschinen passen nicht zueinander. Warum man "Sophia" schnell anschauen sollte.

(+) Moritz Rinke am Renaissance-Theater: Diese Zukunft könnte bald von gestern sein
Es gibt eine Fülle von Filmen, Romanen, Stücken über die Risiken und das Unheil der künstlichen Intelligenz. Meist sind es Alarmstücke. Gedacht sind sie als Warnungen – an die Menschen und vielleicht auch an die Maschinen: Haltet euch voneinander fern, vermischt euch nicht, lasst euch nicht aufeinander ein. Der Gestus dieser Kunst ist sarkastisch-resignativ, denn am Ende sind alle Warnungen vergeblich, da das Schlimmste eh eintreten wird. Wir wollen es ja nicht anders. Moritz Rinkes neues Stück trägt den Abgesang schon im Titel. Es heißt Sophia oder Das Ende der Humanisten. In drei Sätzen erzählt, handelt es davon, wie ein von seiner Frau verlassener Professor namens Wolfgang Trost bei einem Roboter sucht, den er seiner Frau hat nachbilden lassen. Das Stück spielt am Abend von Wolfgangs 60. Geburtstag; unangemeldet kommen seine Tochter Helena und deren Freund Jonas zu Besuch und finden Wolfgang in Gesellschaft von Sophia vor – so heißt der Roboter. Ohne zu viel zu verraten: Die Sache geht nicht gut aus.