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03.10.2026
18:44 Uhr
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Österreichs Bundespräsident Van der Bellen übt scharfe Kritik an Israel. Unser Autor hält das für eine kleine Revolution. Ändert das Land gerade seinen Nahost-Kurs?

Der Journalist Karim El-Gawhary, 63, berichtet seit 1991 aus Kairo, leitete von 2004 bis 2026 das Nahostbüro des ORF und betreibt den Podcast »Nahost. Nah Dran«. Es war eine kleine Revolution in der Nahost-Diplomatie, zumindest für österreichische Verhältnisse, was sich vergangene Woche rund um die UN-Generalversammlung in New York abspielte. Es begann mit dem Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, der auf einer Pressekonferenz erstmals die beiden Wörter »Israel« und »Kriegsverbrechen« in einem gemeinsamen Satz verwendete. Außerdem sprach er von »israelischen Verletzungen des Völkerrechts« durch die erzwungene Absiedlung von Palästinensern im Westjordanland.