|
01.10.2026
14:31 Uhr
|
Verteidigungsminister Pete Hegseth will weitere unliebsame Generäle entlassen und beschwört einen »Warrior Ethos«. Trotz interner Kritik hält Donald Trump zu ihm. Noch.

Ein Jahr ist es her, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mehr als 800 Generäle und Admiräle auf den Marine-Corps-Stützpunkt Quantico einfliegen ließ, um ihnen vorzuhalten, sie seien Teil einer »kaputten, woken Kultur«. Damals war Hegseth wie das gesamte Trump-Kabinett gerade mal sieben Monate im Amt. Versteinert folgte die militärische Führung der Vereinigten Staaten den Worten des ehemaligen Fox-News-Moderators, keine Hand regte sich anschließend zum Applaus. Es waren beruhigende, aber auch verstörende Szenen: beruhigend, weil sie zeigten, dass sich die Militärs der Bedeutung ihrer Überparteilichkeit auch in Zeiten von Donald Trump bewusst sind. Verstörend, weil sie erahnen ließen, wie sehr Hegseth das Militär politisieren könnte.