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29.05.2026
11:27 Uhr
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Die Arbeitslosenzahl hat im Mai erstmals in diesem Jahr unter drei Millionen gelegen. Eine Trendwende zum Positiven sei das aber nicht, sagte BA-Chefin Andrea Nahles.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 58.000 auf 2,95 Millionen gesunken. Die Zahl sei jedoch um 31.000 höher als im Mai 2025, teilte die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Maistatistik mit. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 6,3 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im April, aber auch 0,1 Punkte höher als im Mai 2025. Eine Trendwende zum Positiven ist nach Einschätzung der Behörde aber weiter nicht in Sicht. BA-Chefin Andrea Nahles sprach von einer Frühjahrsbelebung, die »nicht wirklich in Fahrt gekommen« sei. Obwohl die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich stieg, ist auch die Zahl der offenen Stellen größer geworden. Bei der Bundesagentur wurden im Mai 643.000 offene Stellen gemeldet. Das sind 8.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitskräftenachfrage habe sich auf relativ niedrigem Niveau stabilisiert . Mehr Ausbildungsplätze als vor einem Jahr Die Bundesagentur für Arbeit sieht vor allem beim Fachkräftemangel keinen Grund zur Entwarnung. Die Zahl der Berufe mit Knappheiten sei zwar von 163 auf 157 gesunken, sagte Nahles, »das kann aber nicht pauschal mit einer mittelfristigen Entspannung auf dem Fachkräftemarkt gleichgesetzt werden«. In vielen Berufen seien Fachkräfte weiterhin sehr knapp. Nahles sagte, die Engpässe wären ohne Zuwanderung noch weitaus gravierender. Gesucht würden vor allem Pflegerinnen und Pfleger, Fachkräfte in der Physio- und Ergotherapie sowie Busfahrerinnen und Busfahrer. Auch im Handwerk sei die Situation in vielen Berufen weiter angespannt, etwa in der Elektrik, im Metallbau sowie in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, sagte Nahles. Bei akademischen Berufen bestünden Engpässe insbesondere im Sozialbereich und bei Ärzten. Auf dem Ausbildungsmarkt sind weiterhin 199.000 junge Menschen unversorgt – obwohl den Arbeitsagenturen mit 382.000 etwas mehr Ausbildungsplätze gemeldet wurden als noch ein Jahr zuvor. Viele Lehrstellen können nicht besetzt werden, weil in der jeweiligen Region nicht ausreichend geeignete Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen. Im Mai erhielten 1,07 Millionen Menschen Arbeitslosengeld. Das sind 113.000 Menschen mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten ist dagegen rückläufig. Sie sank hochgerechnet im Mai auf 3,83 Millionen Menschen, 103.000 Menschen weniger als vor einem Jahr. Bürgergeld bekommen auch Menschen, die einer Arbeit nachgehen, wenn das Einkommen daraus nicht zur Deckung des Existenzminimums reicht.