Zeit 12.03.2026
11:29 Uhr

Crocus City Hall: Vier Männer nach Anschlag in Moskau zu lebenslanger Haft verurteilt


Bei einem Terroranschlag auf eine Konzerthalle in Moskau wurden 2024 fast 150 Menschen getötet. Ein russisches Gericht hat vier Männer zu lebenslanger Haft verurteilt.

Crocus City Hall: Vier Männer nach Anschlag in Moskau zu lebenslanger Haft verurteilt
Wegen eines islamistischen Terroranschlags auf eine Konzerthalle in Moskau mit mehr als 140 Toten hat ein russisches Militärgericht die vier Haupttäter zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Angeklagt waren vier Männer aus Tadschikistan, die im März 2024 das Feuer in der Crocus City Hall im Moskauer Vorort Krasnogorsk eröffnet hatten. Weitere 15 Menschen erhielten wegen der Beteiligung an dem Anschlag ebenfalls eine lebenslange Haftstrafe oder zwischen 19 und 22 Jahre Haft. Die vier Verurteilten hatten ein Rockkonzert in der Konzerthalle am Stadtrand von Moskau gestürmt, um sich geschossen und einen Brand verursacht. Sie töteten zahlreiche Menschen, nach unterschiedlichen Berichten gab es 147 oder 149 Tote. Auch bei der Zahl der Verletzten unterscheiden sich die Angaben, sie bewegen sich zwischen 300 und 600 Verletzten. Im Gerichtssaal waren die Angehörigen von Anschlagsopfern anwesend und verfolgten die Urteilsverkündigung. Mehrere Angeklagte, die den Prozess in Glasboxen verfolgten, blickten zu Boden, als der Richter das Strafmaß bekannt gab. Ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus Afghanistan bekannte sich zu dem Anschlag. Nach dem Angriff hatten russische Behörden dennoch versucht, die Ukraine mit dem Anschlag in Verbindung zu bringen. Die Regierung in Kyjiw wies die Vorwürfe zurück. Auch die USA warfen Russland deshalb "unsinnige Propaganda" vor . Die US-Regierung hatte Russland nach eigenen Angaben rund zwei Wochen vor dem Terrorangriff vor einem Anschlag gewarnt.