Zeit 02.10.2026
15:56 Uhr

Demokratische Republik Kongo: Mehr als 4.000 Menschen in der DR Kongo an Ebola gestorben


In Zentralafrika sind nach offiziellen Angaben fast die Hälfte der bestätigten Ebola-Infizierten gestorben. Zuletzt wurden allerdings weniger neue Fälle registriert.

Demokratische Republik Kongo: Mehr als 4.000 Menschen in der DR Kongo an Ebola gestorben
Der Ebola -Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 4.000 Menschen das Leben gekostet. Damit starb fast die Hälfte der bestätigten Erkrankten. Der Ausbruch gilt als der sich am schnellsten ausbreitende der Geschichte. Das zentralafrikanische Land hatte den Ausbruch Mitte Mai gemeldet. Verursacht wird er durch das seltene Bundibugyo- Virus . Eine bekannte Behandlung oder einen Impfstoff gibt es nicht. Die Weltgesundheitsorganisation warnte zuletzt vor einer raschen Ausbreitung in weitere Gesundheitsbezirke, die begrenzte Ressourcen zusätzlich belaste. Weniger neue Fälle als im Juli In der Provinzhauptstadt Bunia, einem Zentrum des Ausbruchs, protestierte medizinisches Personal wegen ausstehender Löhne. Auch Mitglieder von Überwachungsteams, die Kontaktpersonen Infizierter ermitteln, beteiligten sich. Behörden lösten die Versammlung auf. Medizinisches Personal hatte seit Beginn des Ausbruchs mehrfach gestreikt und damit die Eindämmung erschwert. Die Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention meldeten zuletzt sinkende Fallzahlen: Mitte Juli seien wöchentlich rund 850 bestätigte Infektionen und 470 Todesfälle registriert worden, im September durchschnittlich 490 Infektionen und 230 Todesfälle. Nach Angaben der Organisation könnte der Rückgang auch mit der Sicherheitslage und Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Bewohnern in besonders betroffenen Gebieten zusammenhängen. Misstrauen gegenüber Behörden und Gesundheitshelfern erschwert die Bekämpfung. In Butembo, einer Stadt im Osten der DR Kongo, wurde ein Lokalpolitiker angegriffen. Er starb später in einem Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Er hatte staatliche Maßnahmen gegen den Ausbruch verteidigt. Das Misstrauen gegenüber der Regierung speist sich auch aus dem Umgang mit früheren Ausbrüchen und anhaltender Korruption.