Zeit 14.03.2026
05:07 Uhr

Deutscher Mittelstand: Mittelständler ziehen sich laut Umfrage aus den USA zurück


Donald Trumps Politik hat laut einem KfW-Bericht für mehr als die Hälfte der Unternehmen negative Folgen. Die Zahl der Firmen, die in den USA aktiv sind, sinkt deutlich.

Deutscher Mittelstand: Mittelständler ziehen sich laut Umfrage aus den USA zurück
Für Deutschlands Mittelstand haben ​die Vereinigten Staaten mit US-Präsident Donald Trump deutlich an Reiz verloren. Das geht aus einer repräsentativen Sonderbefragung der staatlichen ​Förderbank KfW im Januar im Rahmen ⁠des Mittelstandspanels hervor, über die zuerst die Welt am Sonntag berichtete. Die US-Politik der ​vergangenen Monate wirkt sich demnach für 52 Prozent der deutschen Mittelständler mit ‌Geschäftsbeziehungen ⁠in die Vereinigten Staaten ​negativ aus. 25 Prozent der Befragten berichteten von "sehr negativen", weitere 27 Prozent von "eher negativen" Folgen. 36 Prozent sehen ​dem Vorabbericht zufolge keine Veränderungen und sieben Prozent fühlen sich durch die politischen Entscheidungen seit Trumps erneuter Amtsübernahme im Januar 2025 begünstigt. Der Anteil der Mittelständler , die überhaupt noch Geschäftsbeziehungen in die Vereinigten Staaten haben, sei innerhalb eines Jahres ⁠von 16,4 Prozent im ​Januar 2025 auf 11,3 Prozent im Januar 2026 gesunken, ‌berichtete die Zeitung weiter. In ‌die Wertung der KfW-Sonderbefragung gingen dem ​Bericht zufolge die Antworten von 1.700 mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 500 Millionen Euro ein. Eine rasche ​Rückkehr des Mittelstands auf den US-Markt erwartet der von der Zeitung befragte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher dem Vorabbericht zufolge nicht. "Die Zurückhaltung deutscher Unternehmen ‌auf dem US-Markt dürfte noch so lange anhalten, ​bis sie wieder mehr Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik ⁠haben", sagte ​er. Die aggressive Zollpolitik der US-Regierung ‌der vergangenen Monate habe ihren Teil zu der Skepsis beigetragen. Noch stärker als ‌die höheren Zölle belaste die erneute Unsicherheit über die künftige ​Entwicklung der US-Zollpolitik die Unternehmen.