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18.03.2026
17:14 Uhr
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Vor zehn Jahren starb der ehemalige Außenminister Guido Westerwelle. Julia Klöckner warnt an seinem 10. Todestag vor einer Krise im Wettbewerb der Ideen.

Beim Gedenken an den ehemaligen Außenminister und FDP-Politiker Guido Westerwelle hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ein Eintreten für Demokratie und Freiheitsrechte gefordert. Der Wettbewerb der Ideen befinde sich aktuell "in einer tiefen Krise", sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Westerwelle sei ein Politiker gewesen, mit dem Unterscheidbarkeit eine wichtige demokratische Funktion gehabt habe. "Für das Recht, seine Meinung offen und unbedrängt sagen zu können, trat er mit seiner ganzen Persönlichkeit ein. Gleichzeitig kannte er den Preis der Meinungsfreiheit", sagte Klöckner. "Wie kaum ein Zweiter wurde er auch zur Zielscheibe öffentlicher Anfeindungen. Und er erlebte am eigenen Leib, wie schnell Empörung politische Debatten vergiften kann." Klöckner verwies auch auf den Deutschland-Monitor, wonach zwar 98 Prozent der Befragten die Demokratie als Staatsform unterstützten. 31 Prozent befürworteten aber eine Einparteienherrschaft. 25 Prozent gaben an, unentschieden zu sein. "Ich verstehe diese Zahlen als eine Warnung an uns alle, nicht nur an die Politiker", sagte die Bundestagspräsidentin. Westerwelle war zehn Jahre lang Vorsitzender der FDP, zwischen 2001 und 2011. Während der Amtszeit von Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) arbeitete der Spitzenpolitiker aus Nordrhein-Westfalen als Außenminister. 2016 starb er an den Folgen einer Leukämieerkrankung.