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31.05.2026
05:40 Uhr
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Sie hatte Wolfgang Kubicki bei der Wahl zum FDP-Vorsitz herausgefordert und verloren. Trotzdem will Marie-Agnes Strack-Zimmermann den Kurs der Partei mitbestimmen.

Nach der Kampfabstimmung um den FDP-Parteivorsitz hat die unterlegene Marie-Agnes Strack-Zimmermann dem neuen Parteichef Wolfgang Kubicki ihre Unterstützung angeboten. »Ich reiche Wolfgang Kubicki ausdrücklich die Hand für eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit«, sagte die Europaabgeordnete der Nachrichtenagentur dpa. »Es geht jetzt nicht um Personen, sondern darum, die FDP gemeinsam wieder stark zu machen.« Am Samstag war Strack-Zimmermann überraschend gegen Kubicki angetreten. Kubicki ging mit 59,27 Prozent der Delegiertenstimmen jedoch als Sieger aus der Wahl hervor. Strack-Zimmermann will die Geschicke der Partei aber trotz ihrer Wahlniederlage auch in Zukunft mitbestimmen. Durch ihr Amt als Leiterin der FDP-Abgeordneten im Europäischen Parlament bleibt sie Teil des Präsidiums und der Parteiführung. Sie wolle den Mitgliedern, die sie gewählt und sich damit für einen anderen Kurs ausgesprochen hätten, eine Stimme geben, sagte Strack-Zimmermann. »Mein Anspruch ist es, konstruktiv an der Erneuerung der FDP mitzuwirken, notwendige inhaltliche Korrekturen anzumahnen und dort Impulse zu setzen, wo sie aus meiner Sicht erforderlich sind.« Kubicki will »gar nicht« auf Anhänger von Strack Zimmermann zugehen Dass der neue FDP-Vorsitzende Kubicki ähnlich offen für eine Zusammenarbeit mit Strack-Zimmermann ist, ist jedoch nicht zu erkennen. »Gar nicht«, antwortete er in den tagesthemen der ARD auf die Frage, wie er die Anhänger von Strack-Zimmermann für sich gewinnen wolle. »Weil meine Aufgabe nicht darin besteht, irgendjemanden zu gewinnen, sondern dazu beizutragen, dass die Freien Demokraten von den Wählerinnen und Wählern wieder ernst genommen werden. Es ist völlig egal, wie wir uns da selbst empfinden, ob wir lustig oder traurig sind«, sagte Kubicki. Strack-Zimmermann erläuterte auch die Gründe für ihre überraschende Kandidatur . Nachdem sich der NRW-Landesvorsitzende Henning Höne kurz vor der Wahl als Kandidat zurückgezogen hatte, habe es keine Möglichkeit für einen freien und fairen Wettbewerb um den Kurs der Partei mehr gegeben, sagte Strack-Zimmermann. »Nach reiflicher Überlegung habe ich mich deshalb kurzfristig entschieden, selbst anzutreten und den Mitgliedern diese Wahl zu ermöglichen.«