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21.03.2026
18:38 Uhr
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Die FDP hat ihr Bildungswahlprogramm für die Landtagswahl am 20. September beschlossen. Nach fünfstündiger Diskussion beschlossen die Teilnehmer eines Landesparteitags in Banzkow bei Schwerin das Teilprogramm heute mehrheitlich. Am Sonntag sollen weitere Teile diskutiert und beschlossen werden. Rückkehr zu Haupt- und Realschule Die Freien Demokraten sprechen sich unter anderem für eine Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem aus - sie fordern die Wiedereinführung von Haupt- und Realschule. Die 2002 in Mecklenburg-Vorpommern eingeführte Regionale Schule, die Haupt- und Realschule abgelöst hat, will die FDP abschaffen. Außerdem sprechen sich die Liberalen für die Beibehaltung der Förderschulen aus. Den Religionsunterricht in der aktuellen Form will die FDP beenden. "Als Ersatz könnte ein neutraler Fachunterricht über alle Religionen treten", heißt es im Programm. Christian Dürr: FDP radikaler Gegenentwurf zum Weiter So Zum Auftakt des Parteitages hatte der FDP-Bundesvorsitzende Christian Dürr die Liberalen dazu aufgerufen, sich als "radikalen Gegenentwurf zum Weiter so" in Deutschland zu profilieren. In einem Video-Grußwort sagte er: "Ja, es sind harte Zeiten für die FDP und für Deutschland." Jobs gingen verloren und der Traum, durch eigene Leistung im Leben etwas reißen zu können, drohe für viele zu zerplatzen. So könne es in Deutschland nicht weitergehen. "Wir müssen der radikale Gegenentwurf zu Weiter so sein", forderte Dürr. Forderung nach Neuwahl des Bundesvorstands Gegen ein Weiter so in der eigenen Partei richtet sich ein Dringlichkeitsantrag an den Landesparteitag, den die rund 100 Delegierten am Sonntag diskutieren wollen. Die Einbringer fordern eine Neuwahl des Bundesvorstands beim Bundesparteitag im Mai. Dürr sprach sich in seinem Grußwort für einen starken Staat in der Bildungspolitik aus. Zwei Jahre vor der Einschulung müsse die Sprachentwicklung getestet werden, mit dem Ziel, dass nur Kinder eingeschult würden, die ausreichend die deutsche Sprache beherrschten. Wenn es um die persönliche Lebensführung der Bürger gehe, müsse sich der Staat hingegen zurückhalten. In der Einwanderungspolitik forderte Dürr ein Umsteuern. "Es muss leichter sein, nach Deutschland zu kommen, um zu arbeiten, als nach Deutschland zu kommen, um nicht zu arbeiten", sagte er. Thema Freiheit Der Spitzenkandidat der FDP zur Landtagswahl am 20. September, Jakob Schirmer, will das Thema Freiheit stärker in den Mittelpunkt rücken. "Die Freiheit wird mit unserer Partei verbunden", sagte er. Das müsse die FDP bedienen, formulieren und nach außen tragen. Die FDP muss in MV um ihren Wiedereinzug in den Landtag bangen. Die jüngsten Wahlumfragen sahen die Liberalen bei unter fünf Prozent. © dpa-infocom, dpa:260321-930-846493/2