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28.09.2026
11:25 Uhr
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Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, forderten Politiker in der Vergangenheit die Abschaffung von Feiertagen. Das brächte laut einer Untersuchung weniger als gedacht.

Gesetzliche Feiertage haben laut einer Untersuchung einen weniger negativen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum als gedacht. Die Einbußen durch einen Feiertag liegen auf das ganze Jahr gerechnet zwischen 0,06 und 0,28 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim mitteilte. Eine rein mechanische Hochrechnung, in der keine Gewichtungen oder Korrekturen vorgenommen werden, komme auf einen Wert von bis zu 0,4 Prozent. Der niedrigere Wert, den die Forscherinnen und Forscher errechneten, ergibt sich aus einer Hochrechnung der für das verarbeitende Gewerbe gemessenen Effekte. Der höhere Wert folgt der Annahme, dass diese Effekte auch für die übrige Wirtschaft gelten. Studienautor sieht ökonomische Kosten als überschaubar an Im verarbeitenden Gewerbe gibt es laut der Untersuchung in Monaten, in denen ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, etwa drei Prozent höhere Umsätze pro Beschäftigtem und rund 2,5 Prozent mehr Arbeitsstunden als in Monaten, in denen derselbe Feiertag auf einen Werktag fällt. Feiertage seien nicht kostenlos, die ökonomischen Kosten blieben aber überschaubar und ließen Platz für gesellschaftliche Abwägungen , sagte Studienautor Eduard Brüll. Die Untersuchung zeigt auch, dass Unternehmen einen Teil der Produktion durch Überstunden oder Anpassungen nachholen. Andere Branchen, beispielsweise das Gastgewerbe, profitieren sogar von einem Feiertag . Forderung aus Wissenschaft und Politik nach Abschaffung von Feiertagen Die Ergebnisse sollen laut der Studie ausdrücklich nicht als Argument für die Abschaffung von Feiertagen verstanden werden. Die Analyse betrachte nur kurzfristige Produktionseffekte und nicht mögliche langfristige Vorteile von freien Tagen, zum Beispiel für Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Beziehungen. In der Vergangenheit hatten einige Politikerinnen und Wirtschaftswissenschaftler die Abschaffung bestimmter Feiertage gefordert, um das Wirtschaftswachstum anzuregen. Die Analyse stützt sich den Angaben zufolge auf monatliche Daten aus der Kostenstrukturerhebung des verarbeitenden Gewerbes. Diese wurde vom Statistischen Bundesamt vorgenommen und deckt alle 16 Bundesländer von 2005 bis 2019 ab.